Seite:Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Bd.2 (1854).pdf/199

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Sonaten für Pianoforte.
Const. Decker, leichte Sonate. Werk 11. – J. Nisle, große Sonate zu 4 Händen. Werk 41. – A. L. E. Trutschel, große Sonate zu 4 Händen. Werk 8. – L. Schuberth, Sonate (L’espérance). Werk 25. – F. Ries, große Sonate (52ste.). – H. Triest, Sonate. Werk 4. – W. Sterndale Bennett, Sonate. Werk 15.


Man sieht, an neuen Sonaten fehlt es keineswegs, obwohl in einem andern Sinn hinlänglich, — wie denn auch fast sämmtliche obengenannte, die zwei letzten ausgeschlossen, als Nachzügler einer älteren Zeit zu betrachten sind. Die von Hrn. Decker ist zwar augenscheinlich für Kinderhände und -Köpfe berechnet; indeß wünschten wir ihr eben deshalb etwas von der großen Trockenheit weg, die wenig geeignet, das kleine Volk zum Fleiß aufzumuntern. — Auf der zweitgenannten Sonate findet man den Beisatz: „Componirt in Sicilien, am Fuße des Aetna“ und eine passende Vignette, weshalb man wohl mit Grund auf etwas Feuerspeiendes etc. aufsehen mag. Statt dessen findet man in ihr das gewöhnlichste Vanhal’sche Treiben, den klarsten Viervierteltact,