Seite:Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Bd.2 (1854).pdf/265

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Vierter und fünfter Quartett-Morgen.


So viel sich aus diesen mehr geheimen Musiksitzungen für die Oeffentlichkeit schickt, mag hier in Kürze folgen. Geheim nenn’ ich sie, weil darin nur Manuscripte eines als Componist gänzlich unbekannten jungen Musikers, Hermann Hirschbach, gespielt wurden. Als Schriftsteller hat derselbe durch das Vordringende und Kecke seiner Ansichten, wie er sie in einigen Aufsätzen der Zeitschrift ausgesprochen, gewiß schon die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich gelenkt. Durch solche Aussprüche gereizt mußte ich wohl das Außerordentlichste von ihm als Componisten fordern können, wenn ich mich auch gleich vornherein auf Verstandescalculationen gefaßt machte. Nicht ohne tiefe Theilnahme gedenk’ ich seiner Compositionen, und möchte mich in der Erinnerung stundenlang hineinvertiefen, dem Leser davon vorzusprechen. Vielleicht auch, daß das Doppelgängerische seiner Compositionsrichtung mit meiner eigenen (die Welt kennt sie schwerlich,) gerade mich für seine Musik empfänglich machten, sie mir rasch enthüllten.