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allein an den sehr scharfen, einzeln stehenden, wie in Stein gehauenen Köpfen liegt, daß ein jeder etwas zu bedeuten und die lose verschlungenen Stimmfäden immer in einen klaren Büschel zusammen zu wachsen scheinen. Sodann sieht mich etwas ungemein Solides an, dabei Säuberliches, Geputztes, in der Art, wie sich alte Leute noch Sonntags gern anziehen, vor Allem aber etwas Wohlbekanntes, dem man schon im Leben einmal begegnet zu sein[H 1] meint. Von romantischen Gießbächen hör’ ich nichts, wohl aber von zierlichen Springbrunnen in verschnittenen Taxusalleen. Doch sind dies alles optische Ahnungen und bei Weitem sicherer schlag’ ich gleich S. 30 auf — „Moderato en carillon“:

Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Notenbeispiele.pdf

Carillon heißt jedenfalls Glockenspiel und ich vergleiche die Etude einem klingenden chinesischen Thurm, wenn der Wind unter die närrischen Glöckchen fährt. Sehr hübsch find’ ich sie und erachte sie eines guten Musikers würdig: ja sie hat etwas Cramersches.[H 2] Weiter — S. 32:

Anmerkungen (H)

  1. [WS] Vorlage: haben
  2. [WS] Johann Baptist Cramer (1771–1858) ist der Verfasser der hier besprochenen 16 nouvelles Etudes pour le Pianoforte op. 81 von 1836 (Noten bei IMSLP).