Seite:Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Bd.3 (1854).pdf/102

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den Schritt stärken und es die Ziele in immer kürzeren Räumen erreichen lassen. –




Friedrich Burgmüller, Phantasie an seinen Freund Liszt (Rêveriees fantastiques). Werk 41.


Wo der Name Liszt steht, sieht man gleich auf Riesenarbeit auf. Dies ist indeß hier nicht der Fall, obwohl der Verfasser, der bisher meist nur Leichtes, Dilettantenkost und Arrangirtes geliefert, über seine gewöhnliche Sphäre herausgegriffen, und wirklich auch Bedeutenderes geleistet. Das Stück hat einen leichten glücklichen Fluß und namentlich einen sehr wirkungsvollen Mittelgedanken in der Tenorstimme; der Anfang erinnert sehr an den zur Euryanthenouverture, wie das Ganze an Webers feuersprühende Allegrosätze. Möge der Verfasser sich ganz wieder zur Originalcomposition hinwenden; zum Arrangiren bleibt noch immer Zeit. Ob er übrigens ein Verwandter des Norbert Burgmüller, des früh gestorbenen geweihten jungen Sängers, wissen wir nicht;[H 1] die Namen sind sich gleich, möcht’ es auch das Streben fernerhin! –



Anmerkungen (H)

  1. [GJ] Er war Norberts Bruder. II.167 Commons