Seite:Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Bd.3 (1854).pdf/132

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auf dem Titelblatt der mit Werk 1 bezeichneten Ouverture nicht zu übersehen ist, daß er nämlich sein früher[H 1] gedrucktes Werk 1 (acht Scenen aus Faust) vernichtet habe und die Waverley-Ouverture als erstes Werk angesehen wünsche. Wer aber steht uns dafür, daß ihn das zweite Werk 1 später einmal auch nicht mehr anmuthet? Also eile man das Werk kennen zu lernen, das trotz aller Jugendschwächen doch an Größe und Eigenthümlichkeit der Erfindung das hervorragendste, was uns das Frankenland an Instrumentalmusik neuerdings gebracht. [H 2]




Anmerkungen (H)

  1. [GJ] 1829 Commons
  2. [GJ] Schumann erwähnt diese Recension in einem Briefe (9. Juni [1839]) an Clara Wieck: „Wie sehne ich mich, Dich wieder zu hören! Und doch, glaub’ ich, sind wir in unserm Urtheil oft weit von einander. Daß wir uns darüber später ja keine bitteren Stunden machen! Wieder vorgestern fiel es mir ein, als ich über die Ouverturen von Berlioz und Bennett in der Zeitung schrieb, wo ich gewiß wußte, daß Du nicht mit mir einverstanden warst, und doch nicht anders konnte. Nun, wir wollen uns schon gegenseitig von einander belehren lassen.“ Das hier nur Angedeutete wird durch eine andere Briefstelle (24. Jan. 1839) deutlicher: „Ich denke mir manchmal, was Du als Mädchen selbst bist, achtest Du an der Musik vielleicht zu wenig, nämlich das Trauliche, einfach Liebenswürdige, Ungekünstelte. Du willst am liebsten gleich Sturm und Blitz und immer nur Alles neu und nie dagewesen. Es gibt auch alte und ewige Zustände und Stimmungen, die uns beherrschen.“ Anmerkung 36, II.516 Commons