Seite:Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Bd.3 (1854).pdf/213

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jene genügte ihm nicht, daß er sie wieder bei Seite legte, und nur einzelne Stücke beibehielt, aus denen er, beruhigter schon und künstlerischer, jene dritte formte. Später folgte noch jene leichtere und populäre in E dur, die man gewöhnlich im Theater zur Eröffnung hört.[H 1]

Das ist das große Vier-Ouverturenwerk; ähnlich wie die Natur bildet, sehen wir in ihm zuerst das Wurzelgeflecht, aus dem sich in der zweiten der riesige Stamm hebt, seine Arme links und rechts ausbreitet, und zuletzt mit leichterem Blüthengebüsche schließt.

 Florestan.



Anmerkungen (H)

  1. [GJ] Schumann befand sich mit seinen Zeitgenossen im Irrthum über die Zeitfolge der Ouverturen. Nr. 1 ist 1807, Nr. 2 1805, Nr. 3 1806, Nr. 4 1814 entstanden. Vgl. Anmerkung 51. II.224 Commons
    [WS] Heutigentags werden unterschieden:
    1. Leonoren-Ouvertüre Nr.1 C-Dur op.138 (1807), 365 Takte, Partitur 1838 gedruckt.
    2. Leonoren-Ouvertüre Nr.2 C-Dur op.72a (1805), 530 Takte; Partitur 1842 verstümmelt gedruckt, 1854 vollständig.
    3. Leonoren-Ouvertüre Nr.3 C-Dur op.72b (1806), 638 Takte; Stimmen 1810, Partitur 1828 gedruckt.
    4. Fidelio-Ouvertüre [Nr.4] E-Dur op.72 (1814), 308 Takte; Stimmen 1822, Partitur 1826 gedruckt.