Seite:Gesammelte Schriften über Musik und Musiker Bd.3 (1854).pdf/3

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Etuden für Pianoforte.
Carl Czerny, die Schule des Fugenspiels und des Vortrags mehrstimmiger Sätze. Werk 400.


Ein Fugenwerk von Czerny ist ein Ereigniß. Wir erleben’s noch, daß er ein Oratorium schreibt,[H 1] dachte ich bei mir, mit einiger Hast nach dem Hefte fahrend. Man kann ihm aber diesmal nichts anhaben, als daß er auf einmal des Guten zu viel will, zu viel zur Verbreitung classischen Sinnes beitragen. Ich wenigstens würde meinen Schülern, die, nachdem sie zwei oder drei dieser Fugen gründlich studirt, nach mehr verlangten, sie ohne Gnade aus den Händen winden, nicht etwa, weil die andern schlechter, sondern weil sie eben wie die ersten, über dieselbe Form gemacht sind, und weil es neben Czerny’schen auch noch andere gibt, Beethoven’sche, Händel’sche, der Bach’schen nicht zu gedenken. Frägt man nun, was man von seinen Fugen zu erwarten hat, so muß man sagen, es sind fließende,

Anmerkungen (H)

  1. [GJ] II.91: Das geschah auch; Czerny hat außer vielen Kirchencompositionen auch ein angefangenes Oratorium hinterlassen. Commons