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Der
Minnesinger.
Im Frühjahr 1772.


     Ich wil das Herz mein Leben lang,
Der holden Minne weihen,
Und meinen leichten Volksgesang
Verdienten Schmeicheleien.

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     Denn warlich keines Lobes Ton,

Auf keiner Flur, gewäret
Dem Sänger einen süssern Lohn,
Als wenn er Schönheit ehret.

     Wolan, o Laute, werde dann

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Der Schönen, die gesellig

Und freundlich ist, und minnen kan,
Durch Lied und Lob gefällig!

Empfohlene Zitierweise:
Gottfried August Bürger: Gedichte. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1778, Seite 65. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gottfried_August_B%C3%BCrger_Gedichte_1778.pdf/124&oldid=- (Version vom 1.8.2018)