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     Und lief, in vollem Trab,

200
Queerfeldein, schnurgerade,

Zum nächsten Meergestade,
Und hui! that er hinab,
Kein Weilchen zu verlieren,
Den Sprung mit allen Vieren.

205
     „Ach!“ schrien die Zofen, „ach!“

(Die an das Ufer sprangen
Und ihre Hände rangen)
„Ach! Ach! Prinzessin, ach!
Was für ein Streich, Ihr Gnaden!

210
Nun han wir’s auszubaden.“


     Allein das arme Kind
Hub, zappelnd mit den Beinen,
Erbärmlich an zu weinen:
„Ach! helft mir! helft geschwind!“

215
Doch unser Schalk vor Freude

War taub zu ihrem Leide.

Empfohlene Zitierweise:
Gottfried August Bürger: Gedichte. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1778, Seite 142. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gottfried_August_B%C3%BCrger_Gedichte_1778.pdf/203&oldid=- (Version vom 1.8.2018)