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Mamsel La Regle.
Im Julius 1774.


     Halb griechische, halb auch französche Donne,
Ist Regula die wackerste Ma Bonne;
Nimt sorgsam überal, nimt Tag und Nacht
Die lieben Kinderchen ganz wol in Acht;

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Weis wolgewandt zu gängeln, weis spaziren

Den kleinen Trup vorsichtiglich zu führen;
Und läst fürwahr! den trauten Kindelein
Gefar und Leid nicht eben leicht bedräun. –
Um’s kleine Volk nicht zu skandalisiren,

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Mag man sich gern ein bischen mit geniren.

Oft hat’s mich, wann um nichts und wider nichts,
So Einer da, unartiges Gezüchts,
Aus Uebermut, der Bonne blos zum Possen,
Nicht folgsam war, oft hat’s mich bald verdrossen.

Empfohlene Zitierweise:
Gottfried August Bürger: Gedichte. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1778, Seite 179. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gottfried_August_B%C3%BCrger_Gedichte_1778.pdf/242&oldid=- (Version vom 1.8.2018)