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Zechlied.
Im September 1777.


     Ich wil einst, bei Ja und Nein!
Vor dem Zapfen sterben.
Alles, meinen Wein nur nicht,
Lass’ ich frohen Erben.

5
Nach der lezten Oelung sol

Hefen noch mich färben.
Dann zertrümre mein Pokal
In zehntausend Scherben!

     Jederman hat von Natur

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Seine sondre Weise.

Mir gelinget jedes Werk
Nur nach Trank und Speise.
Speis’ und Trank erhalten mich
In dem rechten Gleise.

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Wer gut schmiert, der fährt auch gut,

Auf der Lebensreise.

Empfohlene Zitierweise:
Gottfried August Bürger: Gedichte. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1778, Seite 292. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gottfried_August_B%C3%BCrger_Gedichte_1778.pdf/361&oldid=- (Version vom 1.8.2018)