Seite:Gottfried August Bürger Gedichte 1778.pdf/381

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     Als nun die Nacht Gebirg und Thal

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Vermumt in Rabenschatten,

Und Hochburgs Lampen überal
Schon ausgeflimmert hatten,
Und alles tief entschlafen war;
Doch nur das Fräulein immerdar,

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Vol Fieberangst, noch wachte,

Und seinen Ritter dachte:

     Da horch! Ein süsser Liebeston
Kam leis’ empor geflogen.
„Ho, Trudchen, ho! Da bin ich schon.

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Risch auf! Dich angezogen!

Ich, ich, dein Ritter, rufe dir;
Geschwind, geschwind herab zu mir!
Schon wartet dein die Leiter.
Mein Klepper bringt dich weiter.“ –

Empfohlene Zitierweise:
Gottfried August Bürger: Gedichte. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1778, Seite 310. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gottfried_August_B%C3%BCrger_Gedichte_1778.pdf/381&oldid=- (Version vom 1.8.2018)