Seite:Gottfried August Bürger Gedichte 1778.pdf/90

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

     Aemsig warten jeder Rebe,

30
Pflegen wolt’ ich jeden Baum,

Daß er süsse Früchte gäbe,
Nur für deinen zarten Gaum.

     Schattengänge, Sommerlauben
Wölbt’ ich dir, zu kühler Ruh,

35
Trüge Beeren, Nüss’ und Trauben

Dir in Binsenkörbchen zu.

     Neben deinem Lager stehen,
Wann du lauschtest, wolt’ ich hier.
Angenehme Kühlung wehen

40
Solt’ ein Myrtenfächer dir. –


     Alles Leid und Misbehagen,
Jede Sorge, jede Last
Wär’ ich ganz allein zu tragen
Nun und immerdar gefast.

Empfohlene Zitierweise:
Gottfried August Bürger: Gedichte. Johann Christian Dieterich, Göttingen 1778, Seite 31. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Gottfried_August_B%C3%BCrger_Gedichte_1778.pdf/90&oldid=- (Version vom 1.8.2018)