Seite:Grandison der Zweite 2.pdf/109

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

v. N. Ich habe es nicht aus Verachtung gethan, sondern zu ihrem Besten. Sie sollen ihr Leben nicht durch meine Hand verlieren, sie können es besser anwenden, wenn sie es dem Vaterlande zum Besten aufopfern; sie haben einen Beruf für solches zu streiten. In einiger Zeit, wenn sie die Sache ruhig überlegen, werden sie es vielmehr billigen, daß ich meine Pistolen ihnen aus den Zähnen gerückt habe, damit sie nicht zu dem Gebrauch könnten angewendet werden, zu dem sie bestimmt waren.

Der Maj. Vereiteln sie mir nicht meine Freude, die sie mir dadurch machten, daß sie die Hand an den Degen legten. Kommen sie hinunter in den Grasgarten, dort wollen wir ein paar herzhafte Gänge thun, und unsere Sache ausfechten.

v. N. Ich habe ihnen schon mehr als einmal gesagt, daß ich nicht als Feind, sondern als Freund hieher kommen bin, um meine gerechte Sache zu vertheidigen.

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 2. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1761, Seite 107. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_2.pdf/109&oldid=- (Version vom 1.8.2018)