Seite:Grandison der Zweite 2.pdf/40

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ich mit ihrem Verehrer dem Herrn v. N. Händel bekomme, werde ich dadurch ihre Ungnade verdienen? Der Mann hat es zu arg gemacht, er verdient eine kleine Züchtigung, und ich hoffe nicht, daß Sie ungehalten darüber werden, wenn ich ihn ein wenig bessere.

Wie? der Herr v. N. sollte Sie beleidiget haben? das kann ich nicht begreifen, Sie haben ihm, so viel ich weiß nicht die geringste Gelegenheit dazu gegeben. Vielleicht gründet sich ihr Unwille gegen ihn nur auf einen Misverstand, er legt seine Worte nicht eben allezeit auf die Waage. O nein! sagte der Major, ich kann mich in der That von ihm beleidiget halten, wenn ich es thun will. Wie ich sehe, so wissen Sie noch nichts von unserm Zwiste; ich will Ihnen den ganzen Verlauf der Sache erzählen. Er eröffnete mir, was es für eine Bewandtniß mit dem Briefe hätte, den der Herr v. N. an meinem Vater geschrieben hat. Er fügte hinzu, seine Base, die Frau v. W. hätte ihm neulich durch einen expressen Boten

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 2. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1761, Seite 38. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_2.pdf/40&oldid=- (Version vom 1.8.2018)