Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/143

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wird, wenn man seinen letzten Willen aufsetzt, und daß es vielmals eingetroffen hat, daß solche ehrliche Leute bald darauf gestorben sind. Ich habe nicht Lust mich zur Reise in die andere Welt schon fertig zu halten, und hieraus können Sie schlüßen, daß ich nichts weniger wünsche, als daß der Akademie zum Besten mein letzter Wille bald erfüllet werde. Ich habe Lust den Ausgang des Krieges zu erleben, nicht aus Verlangen ein Greiß zu werden, sondern um zu sehen, ob die gerechte Sache triumphiret. Allein verlassen Sie Sich darauf, mein Testament ist gemacht, die Akademie ist reichlich bedacht, und ich habe die Ehre dieses stillschweigende Gesetz zuerst erfüllt zu haben. Jedoch damit Niemand Anlaß bekomme sich an mir zu versündigen und auf meinen Tod zu hoffen: so will ich Ihnen nicht verhalten, daß ich ausdrücklich verordnet habe, daß alles das Gute, welches ich der Akademie zugedacht, ihr nur alsdenn zu statten kommen soll, wenn ich nach Einweihung derselben noch volle

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 141. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/143&oldid=- (Version vom 1.8.2018)