Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/19

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

dadurch nur destomehr ist angefrischet worden, neue molimina gegen Hochdieselben zu unternehmen, wovon ich auch zugleich ein unglückliches Object gewesen bin. Ich will hiervon nichts weiter gedenken, Sie, hoher Gönner, haben viel zu erleuchtete Einsichten, als daß Sie nicht hierinne mit mir übereinstimmen sollten, daß die Boßheit muß bestraft werden, und daß einfolglich dieser Ruchlose, wenn anders in der Welt noch einige Gerechtigkeit gehandelt wird, den an Ihnen und mir verübten Frevel wird büßen müssen.

Ich habe mich anheischig gemacht, den Charakter dieses Mannes zu schildern, aus dem, was ich bereits gesagt habe, ist er sichtbar genug; doch damit er desto deutlicher in die Augen falle, so erlauben Eu. Gn. daß ich aus der Geschichte einige der berühmtesten Bösewichte aufstelle, und sie mit diesem in eine Vergleichung setze, um zu beurtheilen, ob die Uebelthaten der erstern oder des letztern ein größeres Gewicht haben.

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 17. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/19&oldid=- (Version vom 1.8.2018)