Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/208

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Blicke gegen seinen Rival hätte zurückhalten können, er sahe ihn oftmals so finster an, daß ich dachte, er würde neue Händel bekommen, doch hielt er seine Zunge im Zaum und gab ihm, mit der verdrüßlichsten Mine, die besten Worte von der Welt. Ich will dismal meinen Brief nicht weiter ausdehnen, er ist lang genug dich um die Zeit zu bringen, die du vermuthlich ohne denselben vergnügter würdest zugebracht haben. Wenn ich nicht schon sehr müde wäre, so würde ich dir noch das Verlangen schildern, welches wir haben, dich hier zu sehen. Es stehet bei dir, unsere Wünsche zu erfüllen, und insonderheit die meinigen, und dadurch werde ich einen Beweiß erhalten, daß du mich so liebest als du geliebet wirst, von deiner Schwester

A. v. S.     


Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 206. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/208&oldid=- (Version vom 1.8.2018)