Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/218

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zu bitten, das ich bei meiner Arbeit, brauchen könnte; allein dieser war böse, daß er nicht auch ein Mitglied worden war, und wollte mir durchaus kein Buch leihen, ob er deren gleich über ein Halbschock besitzt, und manche in Jahr und Tag nicht braucht. Hierauf verfügte ich mich zu unsern Fräulein und bat sie um das Buch, das sie braucht, wenn sie Briefe schreibt und ihr nichts einfallen will, sie gab mir dieses ohne Schwürigkeit. Ich übersende es ihm im Vertrauen, er muß es aber ja wohl bewahren, daß es nicht schmuzig wird und ein Dinten- oder Oehlfleck hinein kommt. In diesem Buche sind alle Wörter enthalten, die zu einer Rede gehören, es ist dahero ein vortrefliches Werk, welches alle Arbeit leichte macht. Man darf nur die Worte aufschlagen, wie sie einen von ungefehr in die Augen fallen, und diese hernach mit einander verbinden, so ist die Rede fertig. Da ich gehört habe, daß man sich bei einer Rede, vor allen Dingen, um ein Thema bekümmern muß, eben so wie in der Musik,

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 216. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/218&oldid=- (Version vom 1.8.2018)