Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/234

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

einzuziehen, um mich um diesen Ort, wo ich gebohren bin, und woselbst meine Vorfahren, seit der allgemeinen Völkerwanderung, gewohnet haben, einiger maßen verdient zu machen.

Billig sollte ich meine Untersuchung von der Kirche anfangen, da aber diese bei Menschengedenken, durch eine Feuersbrunst ist verzehret worden, und noch bis jetzo keine neue hat können erbauet werden, so ist von derselben nichts merkwürdiges übrig geblieben, das unter die Antiquitäten könnte gezählet werden, als das Kirchenbuch, welches, dem äusserlichen Ansehen nach, sehr alt ist, doch läßt sich das Jahr, in welchem solches in die Kirche ist gebracht worden, nicht bestimmen, denn die ersten Blätter sind herausgerissen, und die darauf folgenden sind, weil meine Vorfahren die Herren Schulmeister, vermuthlich oft zum Zeitvertreibe darinne studiret haben, dergestalt makuliret, daß man nur mit großer Mühe ein und das andere Wort noch lesen kann.

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 232. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/234&oldid=- (Version vom 1.8.2018)