Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/29

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Hören Sie ein Wort im Vertrauen! Lampert hat mir wunderliche Dinge von dem Major in den Kopf gesetzt. Er ist ein schlauer Kaper, und macht Jagd auf das Fahrzeug, das für meine Rechnung gehöret, ich denke er hat es schon beim Leibe, und wird es bald für eine gute Prise erklären. Das wäre ein schlimmer Streich, wenn er meine Byron entführte, es stehet Gefahr dabey, ob ich sie wieder erhaschen würde, wie Herr Grandison die seinige. Doch diesem Uebel kann schon vorgebogen werden, nur so, daß ich nicht mit ihm in neue Händel verwickelt werde: das wäre eine Abweichung von Sir Carln, dieser hat nur einen einzigen Zwist mit Sir Hargraven gehabt, und hernach blieben sie gute Freunde. Doch das wird sich schon geben. Was meinen Sie, habe ich die Sache bei meiner Heirath am rechten Orte angegriffen, oder nicht? Ich versprach mir einen guten Fortgang von meinem Vorhaben, ich dachte, Herr Grandison hat alle Mädchens fesseln können, eine ist ihm einige hundert

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 27. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/29&oldid=- (Version vom 1.8.2018)