Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/32

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um das Fräulein v. W. ordentlich werden zu lassen. Sie sollen noch diesen Winter bei mir einen Pelz verdienen, und wenn ich ihn auch sollte aus Siberien holen lassen. Ich habe nicht ein so enges Gewissen, daß ich mir es gleich zu einem Verbrechen anschreiben sollte, wenn ich auf dem Wege, worauf ich bisher Fuß vor Fuß dem Herrn Grandison, nach seinem eignen Geständnisse, gefolget bin, auch dann und wann aussteche, und meine eigne Gleise mache. Mein drolligter Kerl von einem Magister will dieses zwar nicht gut heißen, und drohet sogar, in Grandisonhall mich deswegen zu verklagen: aber wenn ich ihm vorwerfe, daß er sogar ein Pasquill auf den Baronet geschrieben hat, so muß er schweigen. Dieser Vorwurf ist ein eiserner Rinken für diesen Bär, dadurch ich ihn, wenn er anfängt zu brummen, sogleich beruhigen kann. Sagen Sie mir doch, ob Sie für nöthig halten, daß ich einen Deputirten an den Herrn v. W. und seine Frau abschicke um noch einmal für mich um das

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 30. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/32&oldid=- (Version vom 1.8.2018)