Seite:Grandison der Zweite 3.pdf/44

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Wollen Sie aber spärlich haushalten, so können Sie eine Staatskrankheit annehmen, und alsdenn ist das Gedichte, das aber mit einem wohlgesetzten Brief muß begleitet seyn, schon alleine zureichend. Ich werde nicht ermangeln, besonders wenn Sie abwesend sind, und ich mich also keiner Schmeichelei verdächtig mache, Sie aufs beste herauszustreichen, und diesen klugen Einfall zu loben; auch Ihnen hernach getreulich zu melden, was zu Ihrem Vortheile gesprochen wird. Ich verspreche mir von diesem Anschlage viel gutes, wenn er gut ausgeführet wird. Prägen Sie dem Herrn Lampert wohl ein, daß er in das Gedichte nichts zum Lobe der Frau v. W. mit einfließen läßt, Sie wissen, daß das Fräulein nicht gut mit ihr stehet. Doch wenn ein unschuldiger lustiger Gedanke über sie, der aber doch nicht sonderlich beleidigen kann, mit darinne angebracht würde, so könnte dieses denselben vielleicht desto mehrern Beifall verschaffen. Noch einen Punkt will ich berühren,

Empfohlene Zitierweise:
Johann Karl August Musäus: Grandison der Zweite, Oder Geschichte des Herrn v. N *** in Briefen entworfen. Band 3. Michael Gottlieb Griesbach, Eisenach 1762, Seite 42. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Grandison_der_Zweite_3.pdf/44&oldid=- (Version vom 1.8.2018)