Seite:Heinrich Brandt - Ansprache an die evangelischen Gemeinden in dem Altmühlgrunde und der Umgegend.pdf/3

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

 Die evangelischen Geistlichen der Dekanate Weißenburg, Thalmessingen und Pappenheim, die mit ihren Gemeinden in dem guten Werke, das Beste des Volkes zu fördern, nicht zurückbleiben möchten, haben sich nun auch schon einige Male in der Absicht in Weißenburg zusammengefunden, um zu berathen, was auch von ihnen und ihren Gemeinden für die gute Sache der innern Mission geschehen könnte.

 In der am 15. November d. J. stattgehabten und von 25 Geistlichen, einigen Lehrern und Landleuten besuchten Conferenz wurde dann der Vorschlag gemacht und einstimmig angenommen, daß auch in dem lieben Altmühlgrunde und seiner Umgegend mit der Gründung eines solchen Rettungshauses der Anfang zur innern Mission gemacht werden solle, da auch für diese Gegend ein solches Noth thue, und da, wenn irgendwo, so gewiß auch in dieser Gegend, die Gründung einer solchen Anstalt, wenn nur erst einmal ihre Wichtigkeit und Wohlthätigkeit erkannt sein wird – nicht ins Gebiet des Unmöglichen gehören, es auch bei redlichem Willen an Gottes Segen, an dem Alles gelegen ist, nicht fehlen wird.

 In dieser Hoffnung wurden die Versammelten auch dadurch bestärkt, daß gleich mitgetheilt werden konnte, daß ein Menschenfreund bereits 25 fl. dazu erlegt und ein anderer eine Beisteuer von 50 fl. zugesichert hat.

 In dieser Versammlung wurden nun die Unterzeichneten beauftragt, von diesem Vorhaben die Gemeinden mittelst dieser Ansprache in Kenntniß zu setzen und bekannt zu machen, daß in den ersten Wochen des nächstkommenden Januars eine größere Versammlung von Geistlichen, Lehrern, Städtern und Landleuten zu diesem Zweck in Weißenburg Statt finden soll, so wie einstweilen in allen Ständen nah und fern Theilnahme für dieses nothwendige Werk christlicher Barmherzigkeit zu wecken.

 Es ergeht denn im Namen der oben genannten Versammlung an Euch, geliebte Pfarrgemeinden, die herzliche Bitte, zur Bethätigung Eures christlichen Sinnes auch an diesem christlichen Werke Antheil zu nehmen.

 Diese Bitte, die auch jeder Eurer Geistlichen und Lehrer noch besonders an Euch richten wird, legen wir Euch um so getroster ans Herz,

 als wir Eure Theilnahme an der Heiden-Mission, an Collekten und andere kirchlichen