Seite:Hermann von Bezzel - Dienet Werbet Betet.pdf/6

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habe. Der einen Moses und Aaron, einen Josua und Kaleb, einen David und Jonathan, einen Petrus und Markus, einen Paulus und Silas, einen Luther und Melanchthon selbander gesandt hat, will Einigkeit. Geht miteinander, Kirche und Schule, Pfarrhaus und Gemeinde, Herr und Knecht, Frau und Magd, seid einig im Dienen nicht in ödem Nebeneinander, sondern kraftvoll im Miteinander. Nur so wird das Gebot Christi erfüllt werden, eins trägt des andern Last, einer ergänzt den andern.

 In dieser Einigkeit geht hinein in den Flecken, der vor euch liegt, zunächst in euer Haus und dient ihm an eueren Kindern mit dem Vorbilde gottseligen Wandels und mit der Anhaltung zum Gebet, zur Kirche und Gottes Wort, geht in eure Gemeindesitzung und gebt einander „guten Rat“, dienet einander ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, als gute Haushalter, mit euerer Erfahrung, mit euerem Glauben, mit Geduld und Vergebung.

 Dann aber geht hinaus in den Flecken, der vor euch liegt, in euer liebes Niederwerrn, sucht des Dorfes Bestes, das jetzt bald tausend Jahre steht, baut es von innen auf und aus, so werdet ihr, wenn einer des anderen Last trägt, das Beste eurer Heimat schaffen. Euer Heiland begehrt keinen großen, aber freudigen Dienst. Der Herr bedarfs, darum alsbald! Die Jünger gingen hin. In diesen drei Worten steht alle Größe. Fragt nicht lange, seid nicht träge, was ihr tun sollt. Wie Er es will, so geht alsbald und freudig, getrost und getreu, einig und innig.

 Unsere Kirche bittet im Namen des Königs Jesus Christus heute am ersten Tage eines neuen Jahres um solche Diener. Laßt sie nicht vergeblich bitten, sagt nicht, auf mich kommts nicht an, sonst müßte Jesus an euerem Flecken vorüber ziehen, an euerem Hause vorübergehen, und wie groß würde dann die Armut sein! Gerade auf dich kommt es an, darum sieh deinen Stand an nach den zehn Geboten und diene!


II. Werbe!

 Die Jünger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte. Ohne zu fragen, ob das Tier für den König und der König

Empfohlene Zitierweise:
Hermann von Bezzel: Dienet! Werbet! Betet!. Ernst Stoer’s Buchhandlung, Schweinfurt ca. 1917, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Hermann_von_Bezzel_-_Dienet_Werbet_Betet.pdf/6&oldid=- (Version vom 1.8.2018)