Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/115

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von der Stimme getrieben, irrt der Künstler oft umher und kann seine Heimath nicht wiederfinden, bis der Freunde Zuruf ihn wieder auf Weg und Steg leitet.




Wenn ich in Forkels musikalischer Bibliothek die niedrige schmähende Beurtheilung von Glucks Iphigenia in Aulis lese, wird mein Gemüth von den sonderbarsten Empfindungen im Innersten bewegt. Wie mag der große, herrliche Mann, las er jenes absurde Geschwätz, doch eben von dem unbehaglichen Gefühl ergriffen worden seyn, wie einer, der in einem schönen Park zwischen Blumen und Blüthen lustwandelnd von schreienden, bellenden Kläffern angefallen wird, die ohne ihm nur den mindesten bedeutenden Schaden zufügen zu können, ihm doch auf die unerträglichste Weise lästig sind. Aber wie man in der Zeit des erfochtenen Sieges gern von den ihm vorhergegangenen Bedrängnissen und Gefahren hört, eben darum, weil sie seinen Glanz noch erhöhen, so erhebt es auch Seele und Geist, noch die Ungethüme zu beschauen, über die der Genius sein Siegespanier schwang, daß sie untergingen in ihrer eignen Schmach! – Tröstet Euch – ihr Unerkannten! ihr von dem Leichtsinn, von der Unbill des Zeitgeistes Gebeugten; Euch