Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/12

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niederfallen, zumal in der trefflichen Nro. III. Kreisleriana. Da die Musik eigentlich die allgemeinste Kunst und Volkskunst ist, und Jeder wenigstens singt, z. B. in der Kirche und als Bettler, die einzige ins Thierreich hinübersteigende – und da man diese Kunst, wenn man seine Kehle oder seine Finger bei sich führt, in jedem Besuchzimmer in jeder Minute auspacken kann, um durch seine Kunstausstellung auf eigne Hand die Preise aller derer zu gewinnen, welche Thee mittrinken: so ist keine Narrheit natürlicher, verzeihlicher und häufiger als die, daß die Gefallsucht, besonders die weibliche, ihre musikalischen Pfauenräder in Modestädten vor Jedem schlägt, der Augen hat zu sehen, wie Kunst und Künstlerinn zu Einer Schönheit verschmelzen. Was den wahren Virtuosen, wie hier den Kapellmeister Kreisler, dabei so ingrimmig auf dieses