Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/175

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Mann! – rief ich in stürmischer Freude aus: – Wie! Sie selbst wären der prächtige, kluge, gescheite, gemüthliche Berganza, an den der Lizentiat Peralta durchaus nicht glauben wollte, dessen goldne Worte sich aber der Fähnrich Campuzano so gut hinter’s Ohr geschrieben hatte? O Gott, wie freue ich mich, nun so von Aug’ zu Auge den lieben Berganza“ –

„Halt, halt, rief Berganza, wie freue ich mich, auch den mir wohlbekannten Mann gerade in der Nacht, da mir wieder die Rede kam, im Walde wieder zu finden, der nun schon manche liebe Woche, manchen lieben Monat hier seine Zeit vertrödelt’ manchmal einen lustigen, seltener einen poetischen Einfall, niemals Geld in der Tasche, aber desto öfter ein Glas Wein zu viel im Kopfe hat; der schlechte Verse und gute Musik macht, den Neunzehntel nicht mögen, weil sie ihn für unklug halten – den“ –

„Still – still, Berganza! ich merke, daß Du mich nur zu gut kennst, daher lege ich jede Scheu ab. Ehe Du mir (wie ich denn hoffe, daß Du es thun wirst) indessen die wunderbare Art erzählst, wie Du Dich so lange erhieltest und endlich von Valladolid bis hieher kamst, so sage mir, warum Dir, wie es mir scheint, mein Thun und Treiben so wenig gefällt?“

„Das ist gar nicht der Fall, erwiederte Berganza, ich ehre Deine litterarischen Bemühungen und Deinen