Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/182

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tückischen Hohns, des verbissenen Hasses? – Und dagegen – mit welcher offenen Biederkeit, mit welchem unverstellten Frohsinn wedeln wir! – Bedenke das, mein Lieber! und schätze Hunde! –

Ich. Wie sollte ich das nicht! – Du, lieber Berganza! flößest mir eine wahre Ehrfurcht gegen Dich und Deinesgleichen ein, die ich zeitlebens nähren werde. Doch fahre jetzt in Deiner schauerlichen Erzählung fort.

Berganza. Ich biß wüthend um mich, ohne das Ungethüm zu verletzen. Hart an die Mauer mich drängend, trat ich endlich kräftig in das Gewand, das sich um meine Pfoten geschlungen hatte, und so gelang es mir, das Weib herabzuziehen. – Nun faßte ich mit den Zähnen ihren Arm – sie stieß einen entsetzlichen Schrei aus, und mit einem starken kühnen Sprunge schleuderte ich sie weit hinter mir zurück.

Ich. Gott sey Dank, Du bist erlöst.

Berganza. O höre nur weiter! – In voller Furie rannte ich nun bei dem Hospital vorbei zum Thore hinaus – fort – fort unaufhaltsam in die Nacht hinein. Von weitem glänzte mir ein Feuer entgegen, in drei Sprüngen war ich auf dem Kreuzwege, in dessen Mitte unter einem Dreifuß, auf dem ein seltsam geformter Kessel stand, das Feuer glühte, das ich schon in der Ferne gesehen. Eine ungeheure in häßlichen