Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/189

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

und knurrte den liegenden an, und forderte ihn auf, doch tüchtig hineinzubeissen, und mit einem kräftigen Sprunge aus dem Kreise herauszufahren – und der liegende – doch! – was ermüde ich Dich mit der Beschreibung eines Zustandes, der, durch höllische Künste hervorgebracht, mich in zwei Berganza’s theilte, die miteinander kämpften.

Ich. So viel ich aus Deinem frühern Leben, aus den Worten der Cannizares, aus den Umständen des Hexenkongresses abnehmen kann, war es auf nichts anders abgesehen, als Dir eine andere Gestalt zu geben. Der Sohn Montiel, für den sie Dich nun einmal hielten, sollte vielleicht als ein schmucker Junge erscheinen, und darum salbten sie Dich mit jenem bekannten Hexenöl, das solche Verwandlungen hervorzubringen vermag.

Berganza. Du hast ganz recht gerathen, denn indem die Hexen mich streichelten und drückten, sangen sie in hohlen wimmernden Tönen ein Lied, dessen Worte auf meine Verwandlung hindeuteten:

Söhnlein! Uhu läßt grüßen,
Uhu hat Kater gebissen!
Söhnlein, hab’ wohl Acht,
Mutter hat was mitgebracht.
Söhnlein, den Hund laß liegen,