Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/192

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Denn indem ich Dich so anschaue, indem ich so bedenke, daß nun schon seit mehreren hundert Jahren –

Berganza. Sprich nicht weiter! – Das Vertrauen, das ich zu Dir faßte, ist werth, von Dir vergolten zu werden, oder bist Du auch einer von denen, die es für gar nicht wunderbar halten, daß die Kirschen blühen und nachher zu Früchten reifen, weil sie diese dann essen können, die aber Alles für unwahr halten, wovon ihnen bis dato die leibliche Ueberzeugung abgeht? O Lizentiat Peralta! Lizentiat Peralta!

Ich. Ereifre Dich nicht, mein lieber Berganza! Man sagt im Sprichwort: das sind Menschlichkeiten; nimm diesen Zweifel, diesen Unglauben an das Unglaubliche, der mir wider Willen aufsteigt, dafür.

Berganza. Du giebst selbst den Ton zu der besonderen Melodie an, in die ich bald fallen werde! – Wie ich nun von neuem aufgelebt und ermuthigt über Wiesen und Felder sprang, wie ich auf die Art, die Dir aus meinem früheren Leben schon bekannt ist, bei Diesem oder Jenem glücklich unterkam, das übergehe ich, um Dir gleich zu sagen, daß ich von Jahr zu Jahr jedesmal an dem verhängnißvollen Tage, der mich in den verfluchten Hexenkreis trieb, die Wirkung des vermaledeiten Zaubers auf eine eigene qualvolle Weise spürte. – Wenn Du mir versprichst, keinen Anstoß zu