Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/197

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Berganza. Davon ließe sich reden, allein –

Ich. Kein Fußstoß, noch weniger Prügel. – Alle Tage nebst dem Gewöhnlichen zum Dessert eine wohl zubereitete Bratwurst. – Auch soll Dir oft genug eine Kalbskeule süß entgegenduften, und Du nicht vergebens auf ein stattliches Stück davon harren.

Berganza. Du merkst, daß Dein Vorschlag seine Wirkung nicht verfehlt, da ich nicht unterlassen kann, mit der Nase zu schnuppern, als sey der Braten schon in der Nähe. Allein Du hast etwas fallen lassen, was mich, wo nicht ganz abschreckt, doch sehr zweifelhaft macht.

Ich. Nun, Berganza?

Berganza. Du sprachst von poetisch, von entflammt seyn –

Ich. Und das sollte Dich abschrecken?

Berganza. Ach, mein Freund, laß mich aufrichtig seyn! – Ich bin zwar ein Hund, aber Euer Vorzug aufrecht zu gehen, Hosen zu tragen und beständig zu schwatzen, wie es Euch gefällt, ist nicht so viel werth, als im langen Schweigen den treuen Sinn zu bewahren, der die Natur in ihrer heiligsten Tiefe ergreift und aus dem die wahre Poesie emporkeimt. In einer herrlichen alten Zeit unter dem südlichen Himmel, der seine Strahlen in die Brust der Kreatur wirft und den Jubelchor der Wesen entzündet, von niedern Eltern