Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/204

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Kreisler begeben hatte, profitirte ich in der Musik sehr. – Wenn er auf seinem schönen Flügel fantasirte, und in gar wunderbaren Verschlingungen prächtiger Akkorde das innerste Heiligthum der geheimnißvollsten Kunst aufschloß, da legte ich mich vor ihm hin und horchte, ihm scharf ins Auge blickend, zu, bis er geendet hatte. Dann warf er sich in den Stuhl zurück, und groß wie ich bin, sprang ich zu ihm hinauf, meine Pfoten auf seine Schultern legend, indem ich nicht unterließ auf jene Art, von der wir vorhin sprachen, eifrigst meinen Beifall, meine Freude zu bezeugen. Da umarmte er mich dann, und sprach: Ha, Benfatto! (so nannte er mich zum Andenken unseres Zusammentreffens) du hast mich verstanden! du treuer verständiger Hund; sollt’ ich es denn nicht aufgeben, jemand Anderm vorzuspielen, als dir? – du sollst mich nicht verlassen.

Ich. Also Benfatto nannte er Dich?

Berganza. Ich traf ihn zuerst in dem schönen Parke vor dem ...r Thor; er schien komponirt zu haben, denn er saß mit einem Notenblatt und einem Bleistift in der Hand in der Laube. In dem Augenblick, als er vor Begeisterung glühend, aufsprang und laut rief: Ah! – ben fatto! fand ich mich zu ihm und schmiegte mich ihm nach der bekannten Weise an, die schon der Fähnrich Campuzano erzählt hat. – Ach!