Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/213

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einstimmigsten Beifall beehrt hatte, zum Leibhunde Cäziliens erhoben, und so war das Ziel, wonach ich gestrebt, richtig erlangt.

Ich. Nun ja, Du bist in einem eleganten Hause, Du bist der Liebling eines nach Deinen Andeutungen recht lieben Mädchens, allein Du wolltest von der oberflächlichen Tendenz, von der Unwahrheit sogenannter poetischer Gemüther reden, und dann besonders die Katastrophe erzählen, die Dich hertrieb?

Berganza. Sachte – sachte – mein Freund! – Laß mich erzählen, wie es mir in den Sinn kommt. Ist es nicht wohlthätig für mich, bei manchem frohen Augenblick meines neuesten Lebens länger zu verweilen? – und dann gehört das Alles, was ich über den Eintritt in das Haus, das ich jetzt zur Hölle wünsche, erzählt habe, eben zu der unglücklichen Katastrophe, die ich nachher so geschwind wie möglich, mit ein paar Worten abfertigen will; es sey denn, daß mein verdammter Hang, alles so hell und farbigt mit Worten auszumalen, wie es vor meines Geistes Augen steht, mich wieder hineinführt, wohin ich nicht wollte!

Ich. Nun so erzähle, lieber Berganza! – nach Deiner Art weiter fort.

Berganza. Die Cannizares hatte doch wol am Ende Recht.

Ich. Was soll das jetzt?