Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/250

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bis zu einem gewissen Grade steigern, gewisse ihm ganz eigne Zärtlichkeiten störte ich augenblicklich durch gewaltiges Knurren, und Georgs Versuch, mich einmal mit einer Ohrfeige zur Ruhe zu verweisen, bestrafte ich mit einem tüchtigen Biß nach der Wade, die ich ausgerissen hätte, wenn es möglich gewesen wäre etwas Anderes zu fassen, als den festen Knochen. Da stieß das Männlein einen Schrei aus, der bis in das dritte Zimmer nachgellte, und schwur mir den Tod. Cäzilia behielt mich dessen unerachtet lieb; sie bat für mich, aber mich mitzunehmen, so wie sie es im Sinne hatte, daran war nicht zu denken, Alles war dagegen, weil ich nach das Bräutigams Wade geschnappt, wiewol der unentschiedene Charakter, der noch zuweilen ins Haus kam, keck behauptete, Georgs Wade sey eine Negation, ein Non-Ens, die Sünde dagegen daher unmöglich, in Nichts könne man nicht hineinbeißen u. s. w. Ich sollte bei Madame bleiben. Welch ein trauriges Verhängniß! Am Hochzeitstage spät Abends machte ich mich heimlich davon; als ich aber bei Georgs hell erleuchtetem Hause vorüberkam und die Hausthür weit geöffnet sah, konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, von Cäzilien, koste es was es wolle, noch einmal ganz nach meiner alten Art Abschied zu nehmen. Ich schlich mich daher mit den hineinströmenden Gästen die Treppe hinauf, und mein Glücksstern ließ