Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/255

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Hund!“ erscholl es überall; nach mir geworfene Steine sausten durch die Luft, da gelang es mir nach drei vergeblichen Sprüngen, endlich über die Mauer zu setzen, und nun rannte ich unaufhaltsam fort durch das Feld, und gönnte mir kaum einen Augenblick Ruhe, bis ich glücklich hier anlangte, wo ich auf eine seltsame Weise mein Unterkommen bei dem Theater fand.

Ich. Wie, Berganza! – Du bei dem Theater?

Berganza. Du weißt ja, daß das eine alte Neigung von mir ist.

Ich. Ja! ich erinnere mich, daß Du schon Deine Heldenthaten auf dem Theater Deinem Freunde Szipio erzähltest; also setzest Du diese jetzt von neuem fort?

Berganza. Mit nichten; ich bin jetzt, so wie unsere Theaterhelden, ganz zahm, in gewisser Art konversationsmäßig geworden. Statt daß ich sonst, als des Ritters wackre Dogge, den Feind zu Boden warf, oder den Drachen in den Wampen packte, tanze ich jetzt nach Tamino’s Flöte und erschrecke den Papageno. Ach, mein Freund, es kostet einem ehrlichen Hunde viel Mühe, sich so durch die Welt zu handthieren. Aber sage mir, wie hat Dir die Geschichte der Hochzeitnacht gefallen?

Ich. Aufrichtig gesagt, lieber Berganza, scheinst Du mir die Sache zu schwarz gesehen zu haben. Cäzilia