Seite:Hoffmann Fantasiestücke in Callots Manier Bd.1 1819.pdf/266

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bei Euch nur in zu großer Menge zu Markte gebracht wird; – es ist nicht gerade schlecht zu nennen, glückliche Ideen und Gedanken fehlen nicht, aber diese muß man wie den Goldfisch mühsam aus dem Wasser angeln, und die Langeweile, die man dabei empfindet, stumpft den Geist für die momentane Erscheinung irgend eines poetischen Blitzes ganz ab – man wird ihn endlich kaum gewahr.

Ich. Dieß Mittelgut (zugeben muß ich Dir leider, daß es dessen bei uns nur zu viel giebt) überlasse ich unbedingt der Diskretion der Regisseurs, die ihre Blei- und Rothstifte daran üben können. Denn gewöhnlich gleicht ein solches Werk den sibyllinischen Büchern, die, so viel man auch davon wegwerfen mochte, noch immer ein brauchbares Ganze blieben, so, daß man den Verlust nicht bemerkte. Vorzüglich herrscht auch eine gewisse Schwatzhaftigkeit darin, eine gewisse Prägnanz, in der jede einzelne Strophe immer die zehn folgenden zu gebähren scheint u. s. f., und leider hat ein schon verstorbener großer Dichter, vorzüglich durch seine ersten metrisch geschriebenen Stücke, dazu den mächtigen Anlaß gegeben. – Ja, ja! – Dieß Mittelgut mag gestrichen werden. –

Berganza. Ganz gestrichen! – Es soll gar nicht auf die Bühne kommen, da bin ich ganz Deiner