Seite:Isidors Geschichte der Gothen, Vandalen, Sueven.pdf/68

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Reiches hinübergeführt. Uns ziemt es, von ihm, der unser, d. h. der Angeln Volk, aus der Macht Satans zum Glauben an Christum durch seine Thätigkeit bekehrt hat, in unserer Kirchengeschichte des Breiteren zu reden, da wir ihn mit Recht unseren Apostel nennen können und müssen. Denn da er den Pontificat über den ganzen Erdkreis hatte und an der Spitze der schon längst zum wahren Glauben bekehrten Kirchen stand, hat er unser Volk, das noch in der Knechtschaft des Götzendienstes befangen war, zu einer Kirche Christi gemacht, daß wir auf ihn jenes apostolische Wort anwenden dürfen: wenn er auch für andere kein Apostel war, ist er es doch für uns, denn wir sind im Herrn ein Zeichen seiner Apostelschaft . . .

Gregor selbst sagt hierüber in der Einleitung zum Buch Hiob: „Siehe, die Zunge Britanniens, die bisher nur barbarische Laute stammeln konnte, hat nunmehr angefangen, das hebräische Alleluja ertönen zu lassen. Siehe, der einst so trotzige Ozean liegt jetzt ruhig zu den Füßen der Heiligen und seine wilden Wogen, welche die Fürsten der Erde mit dem Schwert nicht bändigen konnten, sie glättet in der Furcht des Herrn Priestermund mit einfachen Worten; er, der ungläubig die kämpfenden Schaaren nicht fürchtete, der fürchtet jetzt gläubig die Zunge der Niedrigen. Denn weil nach Lautwerdung der himmlischen Worte und Erscheinung hellleuchtender Wunder die Kraft der göttlichen Erkenntniß über ihn ausgegossen wird, so hält der Schrecken ebenderselben Gottheit ihn in Schranken, so daß er sich scheut Übles zu thun und mit heißem Verlangen begehrt, der Gnade der Ewigkeit theilhaftig zu werden.“ Durch diese Worte bezeugt der heilige Gregor unter anderen auch dies, daß der heilige Augustin und seine Genossen nicht nur durch die Predigt des Wortes, sondern auch durch Kundgebung himmlischer