Seite:Johann Gottfried Scheibel - Ein Wort brüderlicher Belehrung über die lutherische Kirche.pdf/8

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Liste.png Johann Gottfried Scheibel: Ein Wort brüderlicher Belehrung über die lutherische Kirche und die unternommene Vereinigung derselben mit der reformirten Kirche zu einer einigen evangelischen Kirche. Für die lutherischen Gemeinen Breslaus 1830 abgefaßt

 2. Und damit nun die, welche an ihn glauben, auch nach seinem Tode und Hingange zum Vater seiner Lebenskraft, seines mächtigen Beistandes, als des allgegenwärtigen Gottes, gewiß sein könnten, setzte er kurz vor dem Anfange seines Leidens das heilige Abendmahl ein, reichte den Seinigen segnend das beim Ostermahle gewöhnliche ungesäuerte Brod und den Kelch der Danksagung und sprach dabei: das ist mein Leib, das ist mein Blut, solches thut zu meinem Gedächtniß. (Matth. 26, 26. f. Marc. 14, 22. f. Luc. 22, 19. 20), in welchem letzteren Evangelisten noch die besondere Worte stehen: das ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blute, das für euch vergossen wird. Er ließ seine Apostel in keinem Zweifel, wie bestimmt die geheimnißvollen Worte: das ist mein Leib, das ist mein Blut, geglaubt werden müßten, indem er schon in einer früheren Rede in der Synagoge zu Capernaum Ungläubigen, die schon damals zweifelten: Wie kann uns dieser sein Fleisch zu essen geben, dieser Sohn Josephs, deß Vater und Mutter wir kennen, wiederholentlich betheuernd gelehrt hatte (Joh. 6, 51–58): das Brod, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für das Leben der Welt. Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Werdet ihr nicht essen das Fleisch des Menschen-Sohnes, und trinken sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch. Wer mein Fleisch isset und trinkt mein Blut, der hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage. Denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise und mein Blut ist wahrhaftig Trank. (So nach dem Grundtexte). Wer mein Fleisch isset und trinkt mein Blut, der bleibet in mir und ich in ihm. Wie mich gesandt hat der lebendige Vater, und

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottfried Scheibel: Ein Wort brüderlicher Belehrung über die lutherische Kirche und die unternommene Vereinigung derselben mit der reformirten Kirche zu einer einigen evangelischen Kirche. Für die lutherischen Gemeinen Breslaus 1830 abgefaßt. Joh. Phil Raw, Nürnberg 1837, Seite 6. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Johann_Gottfried_Scheibel_-_Ein_Wort_br%C3%BCderlicher_Belehrung_%C3%BCber_die_lutherische_Kirche.pdf/8&oldid=- (Version vom 2.10.2016)