Seite:Kinder und Hausmärchen (Grimm) 1812 II 358.jpg

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Blut ihres unschuldigen, von ihr gemordeten Kindes auf die Hand fallen, welche nicht fortzubringen sind, so daß sie beständig einen Handschuh trägt.

Num. 64. I. (Weiße Taube.) Das gedruckte dänische Märchen: Historie om trende Brödre, iblandt hvilke den yngste efter han havde af sine to brödre lidt stor foragt … omsider blev en Fyrste u. s. w. scheint in diesen Kreis zu gehören. Nyerup (Iris, Juny 1795. S. 281.) Der es zu schnell verurtheilte, hat sich nur kurz darüber ausgelassen.

Num. 64. III. (Die drei Federn.) Ueber das Federaufblasen denen man nachgeht. Vgl. Altd. Wälder I. 91. Und Aventin bair. Chronik S. 98b. „Es ist auch sonst ein gemein Sprüchwort vorhanden, das gemeiniglich diejenigen brauchen, so fremde Land bauen wollen oder sollen: „ich will ein Feder aufblasen, wo dieselbig hinaus fleugt, will ich nachfahren.“ – S. auch Völnndurs Lied, wo der eine Bruder nach Osten, der zweite nach Süden auszieht, der dritte aber daheim bleibt.

Num. 64. IV. (Goldne Gans.) Vgl.jüngere Edda Dämis. 51.

Num. 66. (Hurleburlebutz.) Wie die Söhne damit erprobt werden, ob sie ein Stück Kuchen mittheilen, so erhält Engelhart (im Roman des Conrad von Würzburg s. Eschenburgs Denkmäler S. 44.) von seinem Vater auf die Reise drei Aepfel, wer ihm begegne, dem solle er einen reichen; verzehre ihn der Fremde ganz, ohne ihm einen Theil davon zu geben, solle er ihn meiden, gäbe er aber etwas, solle er seine Freundschaft annehmen. Auch der dritte zeigt sich erst gut.

Num. 71. (Mäusehaut.) wie der Vater hier, so fragt König Lear seine Töchter.

Num. 72. (das Birnli.) S. Fischarts Spielverzeichniß im Gargantua. Nr. 398.

Num 78. (der Großvater.) Vgl. Walter von der Vogelweide I. 129a.

Empfohlene Zitierweise:
Brüder Grimm: Kinder- und Haus-Märchen Band 2 (1815). Realschulbuchhandlung, Berlin 1815, Seite LXIII. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kinder_und_Hausm%C3%A4rchen_(Grimm)_1812_II_358.jpg&oldid=3337200 (Version vom 1.8.2018)