Seite:Kinder und Hausmärchen (Grimm) 1812 I 320.jpg

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und mir den Kopf abhauen, und fange sie mich nicht, oder eine unrechte, und ich sey einmal vorbeigeflogen, so sey alles vorbei und keine Erlösung mehr möglich: darum hab ich dich gebeten, ja recht Acht zu haben, denn ich bin das graue Männlein und du meine Gemahlin.“ Da war die Prinzessin vergnügt, und sie gingen zusammen zu ihrem Vater, und als der starb, erbten sie das Reich.


67.


Der König mit dem Löwen.


Bei seiner Braut saß ein junger Prinz und sprach: „da geb ich dir einen Ring und mein Bild, das trag zu meinem Andenken und bleib mir treu; mein Vater ist todtkrank und hat geschickt, ich soll kommen, er will mich vor seinem Ende noch einmal sehen, wann ich König bin, so hole ich dich heim.“ Darauf ritt er fort, und fand seinen Vater sterbend; er bat noch den Prinzen, er möge eine gewisse Prinzessin nach seinem Tode heirathen. Der Prinz war so betrübt, und hatte seinen Vater so lieb, daß er ohne sich zu bedenken, Ja sagte, und gleich darauf that der alte König die Augen zu und starb. Wie er nun zum König ausgerufen und die Trauerzeit herum war, mußt er sein Wort halten, und ließ um die andere Prinzessin werben,

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Brüder Grimm: Kinder- und Haus-Märchen Band 1 (1812). Berlin 1812, Seite 320. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kinder_und_Hausm%C3%A4rchen_(Grimm)_1812_I_320.jpg&oldid=2880294 (Version vom 17.8.2016)