Seite:Kirchenlisten der obern und der St. Martins Pfarren zu Bamberg vom J. 1791.pdf/6

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154. Die wahre Zunahme beyder ist also 60. Die Abnahme der obern Pfarre wurde nicht nur allein von der größern Sterblichkeit verursacht, sondern es müssen noch überdieß 77 Seelen aus derselben ausgewandert sein.

 Dieses Deficit scheint eine Ursache darin mit zu haben, daß seit 23/4 Jahren in den zu dieser Pfarre gehörigen Kaulberger, Stephaniter, Mattern, Sutten, und Jakobiter Bezirken sich kein Gesindel mehr einnisten, ja nicht einmahl ein Schutzverwandter aufgenommen werden darf, es seyen denn seine Umstände vorher untersucht, und darüber beym Fürsten unmittelbar Relation abgestattet worden. Und bekannt ist es, daß sich in diesen Gegenden sonst alles ohne Unterschied niederließ; jetzt aber zieht sich alles in die Stadt herein, wo bekanntermassen die Aufsicht nicht eben so strenge ist. Hieraus muß ich auch erklären, woher der Zufluß der St. Martinspfarre entsteht. Da diese einen Zuwachs von 154 erhielt, so müssen, um diese Summe herauszubringen, und die größere Mortalität auszugleichen, 184 Fremde in ihr Gebiet eingezogen seyn.