Der Reiche Gott Aus milder Gab
Mir bscheret hat Durch Ausbeuth guth,
Der halts auch stets in seiner Huth.
und:
Muß manchem Eine Feder lassen.
Wenn ich es Denn also wil han,
Lieber, was geht es dich doch an?
Portale aus dem 17. Jahrh.: Kleine Stollngasse No. 20, bez. 1610; Herderstrasse No. 2, zwei (der Ueberlieferung nach vom Schlosse Freudenstein) hierher versetzte Portale mit Bergmannsfiguren, die des rechten Portales geben Fig. No. 49 und 50 wieder.
Im Hause Schlossplatz No. 6 wohnte und schuf der Orgelbaumeister Gottfried Silbermann seit dem Jahre 1712.
Eine werthvolle Reihe von Strassenansichten, Wohnhäusern, Höfen etc. in während der Jahre 1880–1881 gefertigten photographischen Aufnahmen bietet das von H. Gerlach herausgegebene „Alte Freiberg in Bildern.“
Zugleich mit der Entwickelung des Bergbaues bildeten sich zu Freiberg Gebräuche, Festlichkeiten etc. aus, mit welchen folgende culturgeschichtlich und künstlerisch werthvolle Arbeiten in Verbindung stehen.
Im Besitz der Bergknappschaftscasse (aufbewahrt in der Reviercassen-Verwaltung): Schlägel und Eisen (Insignien, vergl. Beil. No. XI), 44 und 45 cm lang, Holz mit Silber überzogen, bez. Andreas Koler Berckmeister 1534. Auf dem Bergeisen befinden sich folgende Inschriften: Die Heier die sind hoch genant, Sie ritzen vf manche feste Band Mit ihren klvgen Sinnen, Darmid sie es gebinen; und: Verbum domini manct in aeternum. 1534. – Figur eines Hüttenmannes mit Forkel und Silberkuchen, Silber getrieben, 47 cm hoch; Freiberger Arbeit des Meisters A. W., 17. Jahrh. – Figur eines Bergmannes mit Barde, desgl., 49 cm hoch, wohl von demselben Meister.[1]
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Richard Steche: Kunstdenkmäler Amtshauptmannschaft Freiberg. In Commission bei C. C. Meinhold & Söhne, Dresden 1884, Seite 88. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Kunstdenkm%C3%A4ler_Amtshauptmannschaft_Freiberg.pdf/97&oldid=- (Version vom 11.4.2026)