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Mandschurei – Mantik


Tungusen, befestigten die Herrschaft d. Mongolen in Zentral- u. O-Asien (M.-Dynastie in China 1644–1912). ↑ Taf. I Sp. 440.

Mandschurei, chin. Nebenland, nordö. von China, 940 000 qkm, etwa 22 Mill. E; Hptst. Mukden. Kalte, trockne Winter, warme Sommer, vorherrsch. Grasfluren, z. T. Steppen; vielfach Nomadentum; in den feuchtem Randgebieten eingewanderte Chinesen als Ackerbauer (Soja, Weizen, Hirse). 15. Sept. 1931 jap.-chines. Kämpfe an d. südmandschur. Eisenbahn; darauf Besetzung der S-M. durch die Japaner.

Manege, Reitbahn, -schule.

Manen, Seelen der Abgeschiedenen; M.dienst, Ahnenverehrung.

Manes, Alfred, Versicherungswissenschaftler, * 1877.

Manet, Edouard, frz. impressionist. Maler, 1832–83.

Mangan, Schwermetall (↑ Elemente), weiß, spez. Gew. 7,2, schmilzt bei 1260°. Kaliumpermanganat (Übermangansaures Kali), schwarzrote Kristalle, ist Oxydations - u. Arzneimittel. M.legierungen, techn. wichtig, bes. mit Eisen (z. B. Spiegeleisen). ↑ Braunstein.

Mangel (Rolle), Walze zum Glätten von Wäsche.

Mangelkrankheiten beruhen auf Fehlen der ↑ Vitamine in d. Nahrung.

Mängelrüge, beim Kauf Anzeige des Käufers, daß Kaufsache Mängel aufweist.

Mangold ↑ Runkelrübe.

Mangroven, trop. Gehölzpflanzen, die im Bereich von Ebbe u. Flut wachsen, mit Stütz- od. Atemwurzeln.

Manhattan, Stadtteil v. New York.

Manichäer, Kirchengemeinschaft, auf den babylon. Theosophen Mani († 273 n. Chr.) zurückgehend.

Manie ↑ Geisteskrankheiten.

Manier, in der Kunst: der persönliche Stil im Schaffen eines Künstlers; tadelnd: die auf Routine beruhende Kultivierung dieses Stils.

Manierismus, letzte v. Italien ausgehende Stilphase der Renaissance, eig. Bez. für Gespreiztheit u. gewollte Übertreibung; z. B. in die Länge gezogene Formen, stumpfe Farben.

Manifest, öff. Erklärung; Kundgebung; im Seerecht: Ladebuch (Verzeichnis d. Ladung).

Manifestation, Darlegung; Offenbarung; M.seid = Offenbarungseid.

Maniküre, Pflege der Hände, bes. Nägel.

Manila, Hptst, der Philippinen, auf Luzón, 320 000 E; M.hanf.

Maniok, trop. Brotpflanze; knollenartige Wurzeln lief, die Tapioka- oder brasilische Arrowrootstärke.

Manipulation, Hand-, Kunstgriff, Geschäftskniff.

Manisch-depressives Irresein ↑ Geisteskrankheiten.

Manismus, Ahnenverehrung aus Furcht vor unheilvoller Einwirkung Verstorbener.

Manitoba, kanad. Binnenpro v., 652 200 qkm, 639 000 E; Hptst. Winnipeg.

Maniu, Juliu, * 1873, 1928–31 rum. Min.-Präs.

Manko, Fehlbetrag; Ausfall, Mangel.

Mann, 1) Heinr., Romanschriftst., * 1871; „Im Schlaraffenland“, „Die Göttinnen“, „Professor Unrat“; 2) Thom., Schriftst., * 1875; Rom.: „Die Buddenbrooks“, „Zauberberg“; Nov.: „Tod in Venedig“, „Tonio Kröger“, „Unordnung u. früh. Leid“.

Manna, zuckerart. Stoff, durch Insektenstich auf M.tamariske od. M.esche, auch Ausscheidung des austral. M.baums (Eucalyptusart). Bibl. M.: eßbare Flechte Lecanora esculenta.

Mannequin, Gliederpuppe; „Vorführdame“ v. Kleidern.

Männerbünde, Zus.leben unverheirateter Männer in bes. Häusern.

Mannerheim, Karl Gustav, Frh. v., finn. General, * 1867,1917–18 Führer der antibolschewist. Weißen Garde, 1918–19 Reichsverweser.

Männerkindbett, Sitte, daß der Vater sich nach der Geburt des Kindes zu Bett legt; bedeutet Anerkennung des Kindes.

Mannesmann, Reinhard, Industrieller, 1856–1922; Herst. nahtloser Röhren.

Mannheim, bad. St., an Rhein u. Neckar, 250 000 E; Masch.-, Eisenind.; mit dem gegenüberlieg. Ludwigshafen bedeut. dt. Binnenhafen.

Mannloch, Einsteigeöffnung an Dampfkesseln.

Manometer, Instr. zum Messen des Drucks von Gasen u. Flüssigkeiten.

Manöver, kriegsmäßige Übung gemischter Waffen; manövrieren, M. abhalten, zu Werke gehen.

Mansarde, Dachgeschoß.

Mansart (Mansard), frz. Architekten: 1) François, 1598–1666; Mansardendächer; 2) Jules Harduin, 1646–1708 (↑ Taf. I Sp. 56).

Mansfeld, nordostthür. St., 2200 E.

Mantegna, Andrea, ital. Maler, 1431 bis 1506; Abb. Sp. 385/86.

Manteltarif ↑ Tarifvertrag.

Manteltiere, sackförmige Meeresbewohner, z. B. Seescheiden, pflanzenähnlich; freischwimmend die leuchtenden Feuerwalzen, 20 cm; Salpen, faßförmig.

Manteuffel, 1) Edwin, Frh. v., 1809–1885, Heerführer 1866 u. 1870; 1879 Statthalter von Elsaß-Lothringen; 2) Otto Theodor, Frh. v., 1805–82, 1850–58 preuß. Min.-Präsident (reaktionär).

Mantik (Mantie), auf künstl. Weise erstrebte Entschleierung des Geheimnisvollen, bes. der Zukunft; Mittel: Beobachtung

Bild: Mandschurei: Chinesische Kohlenminen.

Bild: Teil der Hafenanlagen von Mannheim–Ludwigshafen.

Bild: Mandoline.

Bild: Heinrich Mann.

Bild: Thomas Mann

Bild: Mammutbaum in Kalifornien.

Bild: Edouard Manet: Balkonszene.

Empfohlene Zitierweise:
Meyers Blitz-Lexikon. Die Schnellauskunft für jedermann in Wort und Bild., Leipzig 1932, Spalten 383–384. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:LA2-Blitz-0230.jpg&oldid=2905779 (Version vom 19.9.2016)