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565 Schlüsselromane – Schneeschuhe 566

Rechtsgeschäfte abzuschließen, aus denen der Mann haftet (Einkäufe für Haushalt, Annahme v. Hausangestellten usw.). In der kath. Kirche die priesterliche Macht der Sündenvergebung.

Schlüsselromane, Romane, in denen noch lebende Personen unter fremdem Namen auftreten.

Schlußnote (Schlußschein), Urkunde, die der Handelsmakler über das v. ihm vermittelte Geschäft ausstellen muß.

Schlußstein, Stein im Scheitel eines Bogens od. Gewölbes.

Schlüter, Andreas, Bildhauer u. Architekt, 1664–1714; Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten; Teil des Berliner Schlosses. ↑ Taf. I Sp. 56.

Schmack (Sumach), gepulverte Blätter u. Zweige v. Gerbersumach, in der Färberei verwendet.

Schmalenbach, Eugen, Betriebswirtschaftler, * 1873, Prof. Köln.

Schmalkalden, südwestthür. St., 10 000 E.

Schmalkaldischer Bund ↑ Reformation.

Schmalte (Smalte) ↑ Kobalt.

Schmaltier, noch unbeschlagenes weibl. Wild.

Schmalz, weiches, durch Ausschmelzen gewonnenes Fett, bes. von Schweinen.

Schmarotzer, Organismus, der einem andern, seinem Wirt, lebende Substanz od. fertige Nährstoffe entzieht.

Schmarsow, Aug., Kunsthistor., * 1853, gründete 1888 das Dt. Kunsthistor. Institut in Florenz.

Schmeil, Otto, Naturforscher u. Päd., * 1860; um den biolog. Unterricht verdient.

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Max Schmeling.

Schmeling, Max, Berufsboxer, * 1905; 1930 u. 1931 Weltmeister im Schwergewicht.

Schmelz = Email.

Schmelzbutter, geschmolzene u. abgesetzte Butter, haltbar.

Schmelzen, Flüssigwerden fester Körper durch Wärme, meist unter Ausdehnung (Eis u. Wismut ziehen sich zus.). Bei kristallinen Körpern meist bei best. Temperatur (Schmelzpunkt).

Schmelzfarben, aus Metalloxyden u. Flußmitteln zusammengesetzt, schmelzen bei Erhitzen u. haften erkaltet auf ihrer Unterlage.

Schmer = Schmalz.

Schmerling, Pilz, schmierig, bis 10 cm breit, im Nadelwald; vorzüglicher Speisepilz (↑ Taf. Sp. 520).

Schmerz, Unlustempfindung durch Erregung bestimmter Empfindungsnerven bzw. ihrer zwischen die Oberhautzellen gelagerten Endapparate.

Schmetterlinge (↑ Taf. Sp. 697), Insekten mit saugenden Mundteilen, 4 häutigen, beschuppten Flügeln. Die Larven (Raupen) leben meist v. Pflanzen, befestigen sich vor der Verpuppung an geschützten Orten od. spinnen mit dem an der Luft erhärtenden Saft ihrer gr. Spinndrüsen Kokons u. verwandeln sich in Puppen. Aus der Puppe schlüpft nach wenigen Wochen od. nach Überwinterung der S.

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Schmetterlingsblüte.

Schmetterlingsblütler, Pflanzenfamilie, mit meist unpaarig gefiederten Blättern; die Blütenkrone (Schmetterlingsblüte; Abb. Sp. 566) ist 5blättrig: die beiden untern Blätter bilden das Schiffchen, die mittlern die Flügel, das obere die Fahne. Die Frucht ist eine Hülse.

Schmid,

1) Christoph v., christl. Jugendschriftsteller, 1768–1854.
2) Hermann v., 1815–80; oberbayr. Bauerngesch.

Schmidt,

1) Auguste, Schulleiterin (Leipzig), 1833–1902; Vorkämpferin der dt. Frauenbewegung.
2) Erich, Lit-Hist. (Berlin), 1853–1913; „Charakteristiken“, „Goethes Faust in urspr. Gestalt“.
3) Ferd. August, Arzt, Turnförderer, 1852–1929.
4) Joh. Friedr., Astronom, 1825–84, gab Mondkarten heraus.
5) Leopold, Musikschriftsteller, Dirigent, 1860–1927, Berlin.
6) Maximilian, gen. Waldschmidt, Volksschriftsteller, 1832–1919.
7) Rich., Staats- u. Strafrechtslehrer in Leipzig, * 1862.
8) Wilh., Ethnolog u. Sprachforscher, * 1868, Hauptvertreter der Kulturkreislehre.

Schmidtbonn, Wilh., Dichter, * 1876; Dramen („Der Graf v. Gleichen“) u. Erz. („Der Verzauberte“) von schlichter Kraft u. Tiefe.

Schmidt-Neukölln, Wilh., Vors. des Reichsbundes vaterländ. Arbeiter- u. Werkvereine, * 1878.

Schmidt-Ott, Friedr., * 1860; 1917–1918 pr. Kultusmin., seit 1920 Präs. der Notgemeinschaft der Dt. Wissenschaft.

Schmidt-Rottluff, Karl, expressionist. Maler, * 1884; Landschaften.

Schmidt-Wodder, Johannes, dt. Minderheitenführer in Dänemark, * 1869.

Schmieden, Umformung v. Metallen dch. Schlag (Hämmern) oder Druck (Pressen), meist bei hohen Temperaturen (Schmiedehitze); entweder nur unter Benutzung einfacher Lehren: Freiform-S., od. mit Hilfe v. Gesenken: Gesenk-S. od. Warmpressen.

Schmiege, Winkel-, Metermaß mit bewegl. Schenkeln; zus.klappbarer Maßstab.

Schmiergelder, Bestechungsgelder, bes. an Angestellte bei Geschäftsabschlüssen.

Schmierkur, Einreibungskur mit grauer Quecksilbersalbe.

Schmiermittel dienen zur Verminderung der Reibung zw. bewegten Maschinenteilen (Schmieröle, Schmierfette, Graphit).

Schmierseife ↑ Kalium, ↑ Seife.

Schmiervorrichtungen bringen Schmiermittel zw. reibende Flächen: Dochtöler, Tropföler, Schmierpressen u. -pumpen.

Schminke, Mittel zur Verschönerung der Haut, aus weißem Pulver (Reismehl, Talk, Zinkoxyd) mit Farbstoffen. Fett-S.: Mischungen v. Fetten mit Farbstoffen.

Schmirgel ↑ Korund.

Schmitt,

1) Carl, Staatsrechtslehrer, * 1888; „Die Diktatur“;
2) Florent, frz. romant.-impress. Komponist, * 1870.

Schmitthenner,

1) Adolf, Schriftst., 1854–1907; Rom. „Psyche“, „Das dt. Herz“.
2) Heinr., Geogr. (N-Afrika, Sibirien, O-Asien), * 1887.

Schmitz,

1) Bruno, Architekt, 1858–1916; Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.
2) Eugen, Musikschriftsteller, * 1882.
3) Oskar A. H., * 1873; bekämpft rationalisierende u. nivellierende Zeittendenzen; Romane, Essays.

Schmock, armseliger, gesinnungslos. Journalist.

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Gustav v. Schmoller.

Schmoller, Gustav v., Nat.-Ök., 1838–1917, Haupt der jüngern histor. Schule der National-Ökonomie.

Schmollis, stud. Trinkgruß; S. trinken, Brüderschaft trinken.

Schmölln, ostthüringische Stadt, 13 000 E; Maschinen.

Schmucklilien (Agapanthus), Liliengewächse aus S-Afrika, mit blauen Blütendolden.

Schmuggelhandel (Schleich-, Paschhandel), verbotswidrige Einführung v. Waren unter Hinterziehung des Zolles.

Schmutzflechte, eitrige Hautkrankheit mit Bildung v. Borken.

Schnaase, Karl, Kunstschriftsteller, 1798–1875.

Schnabel,

1) Arth., Klaviervirtuos, * 1882.
2) Joh. Gottfr., Schriftst., 1692–1750; Robinsonade „Insel Felsenburg“.

Schnabeltier ↑ Kloakentiere.

Schnack, Friedr., Dichter, * 1888.

Schnadahüpfln (Schnaderhüpfeln), derbwitzige Singsprüche der dt. Alpenbewohner.

Schnaken, Mückenfamilie, langbeinig, mit großen Flügeln, nicht stechend, Larven oft durch Wurzelfraß den Pflanzen schädlich.

Schnapphahn, Wegelagerer zu Pferd.

Schnarchen, im Schlaf durch Schwingungen des schlaffen Gaumensegels u. dadurch verhinderte Nasenatmung bewirktes Geräusch.

Schnarrwerke (Rohrwerke), Zungenpfeifen der Orgel.

Schnecke = Schraube ohne Ende (↑ Schraube).

Schnecken, Weichtiere, in Kopf, Fuß (Kriechsohle) u. Eingeweidesack gegliedert, meist mit Kalkgehäuse, das die Gestalt des Eingeweidesacks wiederholt. ↑ Taf. „Zoologie“.

Schneckenburger, Max, Dichter, 1819–49; „Wacht am Rhein“ (1848).

Schnee, Heinrich, * 1871, 1912–18 Gouv. v. Deutsch-Ostafrika, seit 1927 M. d. R. (Dt. Volksp.).

Schneeball (Viburnum), Sträucher, 3 m, Blütenstand doldenrispig, flach. Spielarten mit kugeligen Trugdolden.

Schneebeere (Symphoricarpus), Ziersträucher aus Nordamerika, mit rötlichen Blüten und kugeligen, schneeweißen Früchten im Winter.

Schneeberg, höchster Berg des Fichtelgebirges (1051 m).

Schneeberg, sächs. St. im Erzgebirge, 9100 E.

Schneeglöckchen,

1) Gemeines, Kleines S. (Gaianthus nivalis), 15 cm, einblütig, weiß, geruchlos;
2) Großes S. (Frühlingsknotenblume, Leucoium vernum), Frühblüher, 30 cm, gr. weiße u. wohlriechende Blüten, die auf jedem Zipfel einen grünen Fleck haben.


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Schneekoppe, von Westen gesehen, mit der Riesenbaude.

Schneekoppe, höchster Berg des Riesengebirges, 1605 m.

Schneekristalle, dem hexagonalen Kristallsystem (mannigfaltigste Formen vom einfachen sechseckigen Plättchen bis zum schönsten Stern) angehörig ; Abb. Sp. 567.

Schneepflug, Vorrichtung zur Entfernung des Schnees von Wegen u. Bahnkörpern.

Schneeschuhe (norw. Ski; Schi), 2–2½ m lange, elastische,

Empfohlene Zitierweise:
Meyers Blitz-Lexikon. Die Schnellauskunft für jedermann in Wort und Bild., Leipzig 1932, Spalten 565–566. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:LA2-Blitz-0333.jpg&oldid=2953494 (Version vom 15.11.2016)