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Steamer – Steinthal


Steamer, Dampfer.

Steamer Point, Hptst. des brit.-ind. Schutzgebiets Aden, am Arab. Meer, 10 000 E.

Stearin, an Glyzerin gebundene S.säure, kommt besonders in festen Fetten vor, meist neben Palmitin u. Olein; auch Handelsbezeichnung für die festen Fettsäuren, die als Kerzenmaterial verwendbar sind, Gemisch von S.- u. Palmitinsäure.

Steatopygie, starker Fettansatz am Gesäß.

Stechapfel, Nachtschattengewächs, 1 m, Kapseln weichstachelig, an Wegrändern, sehr giftig.

Stechginster, Schmetterlingsblütler, Blätter linealisch, mit stechender Stachelspitze, Blüten gelb.

Stechheber, in der Mitte erweitertes, an beiden Enden offnes Glasrohr zum Herausheben von Flüssigkeiten aus Gefäßen.

Stechmücken ↑ Mücken.

Stechpalme, Strauch, bis 7 m, Blätter glänzend, dornig gezähnt, Blüten weiß, Früchte rot.

Steckbrief, Ausschreiben einer gesuchten Person in Fahndungsblättern durch Gericht od. Staatsanwaltschaft zur Festnahme.

Steckdose, Anschlußdose für bewegl. elektr. Leitungen.

Stecklinge ↑ Ableger.

Stedingerland, oldenburg. Marschlandschaft, an der untern Weser.

Steeg, Jules Joseph Théodore, * 1868; 1911–25 mehrfach frz. Min., 1927–29 Gen.resident v. Marokko, Dez. 1930 bis Jan. 1931 Min.-Präs.

Steele, seit 1929 Teil v. Essen.

Steele, Sir Richard, engl.-irischer Schriftsteller,1671–1729; Hrsg. der moral. Wochenschriften „Tatler“, „Spectator“.

Steen, Jan, holl. Maler, 1626–79; derbe Volksbilder u. biblische Darstellungen.

Steeple chase (Jagdrennen) ↑ Pferderennen.

Steffani, Agostino, ital. Komponist u. päpstl. Vikar, 1654–1728; bed. Vorgänger Händels.

Steffen, Albert, anthroposophischer Dichter, * 1884.

Steffens, Heinrich (Henrik), norw.-dt. Philosoph, Naturforscher u. Dichter, 1773–1845.

Steg, bei Streichinstr. Brettchen, das die gespannten Saiten stützt; leichte Brücke.

Stegemann, Herm., * 1870, Professor der Gesch., München; „Gesch. des Kriegs“; Romane.

Stegerwald, Adam, * 1874; seit 1903 Leiter der christl. Gewerkschaften, seit 1920 M. d. R. (Zentrum), 1921 preuß. Min.-Präs., 1929 Reichsverkehrs-, 1930 Reichsarbeitsmin.

Stegozephalen, ausgestorbene Lurche, salamanderähnlich, seit Devon, mit Knochenplatten gepanzert, z. T. Riesenformen, wie Archegosaurus, 6 m, im Perm.

Stegreif, der Steigbügel; aus dem S., unvorbereitet. S.-komödie = Commedia dell’ arte.

Steguweit, Heinz, Dichter, * 1897.

Steher, im Radfahrsport: Dauerrennfahrer hinter Schrittmachermaschine; Gegensatz: Flieger.

Stehr, Hermann, Dichter, * 1864; Romane: „Der begrabene Gott“, „Heiligenhof“, „Nathanael Mächler“.

Steidle, Richard, * 1881; 1921 Mitgl. des österr. Bundesrats (christl.-soz.), Gründer der Tiroler Heimwehren.

Steierdorf-Anina, dt. Gem. im rum. Banat, 11 000 E.

Steiermark, österr. Bundesland, 16 381 qkm, 978 845 E; Hptst. Graz. In den höhern Teilen Alm- u. Waldwirtschaft, im niedern Gebiet Weizen, Mais, Wein; Eisenerz- u. Braunkohlenförderung verbunden mit Ind.

Steif, seemänn, für stark (vom Wind).

Steiger, das Meisterpersonal im Bergbau.

Steigerwald, Landrücken zw. Ober- u. Mittelfranken (498 m).

Stein, 1) Charlotte v., 1742–1827; seit 1775 Freundin Goethes; „Goethes Briefe an Frau v. S.“. 2) Hermann v., 1856–1927, 1914 Gen.quartiermeister (tägl. Kriegsberichte), 1914–1918 preuß. Kriegsmin. u. milit. Oberbefehlshaber in der Heimat. 3) Karl, Frh. vom u. zum S., preuß. Staatsmann, 1757–1831; 1804 Min., leitete 1807/08 die Reorganisation des preuß. Staates, ging, v. Napoleon geächtet, 1808 nach Österreich, 1812 nach Rußland, kehrte 1813 zurück u. nahm 1814–15 am Wiener Kongreß teil. 4) Lorenz v., Staats- u. Sozialwissenschaftler, 1815–90, Prof., Wien.

Steinach, südthür. St., 8100 E; Spielwaren.

Steinach, Eugen, Physiol., * 1862; „Verjüngung dch. experimentelle Neubelebung der alternden Pubertätsdrüse“.

Steinamanger, westung. St., 35 000 E.

Steinbach, Fritz, Dirigent, 1855–1916; Gürzenich-Konzerte in Köln.

Steinbock, 1) Art der Ziegen, 1½ m, Gehörn bis 1 m, grau; 2) Sternbild.

Steinbrech (Saxifraga), meist Stauden, viele Arten sind Zierpflanzen, bes. v. Felsgruppen.

Steinbrecher (Backenquetsche), aus einem festen u. einem bewegl. Backen bestehende Maschine zum Zerkleinern.

Stein der Weisen ↑ Alchimie.

Steindorff, Georg, Ägyptolog, * 1861.

Steindruck = Lithographie.

Steineis, fossiles (diluviales) Schnee-Eis, bis nahe 100 m mächtig, mit eingefrornen Mammutleichen; bes. Neusibir. Inseln u. Alaska.

Steinen, Karl v. den, Ethnolog, 1855–1929.

Steiner, 1) (S.-Prag) Hugo, Buchkünstler u. Graphiker,* 1880; 2) Rudolf, Begründer der ↑ Anthroposophie, 1861–1925.

Steinernes Meer, Stock der Salzburger Kalkalpen (2655 m), südl. v. Königssee.

Steingalle, Entzündung der Hufsohle des Pferdes.

Steingut ↑ Keramik, ↑ Taf. Sp. 376.

Steinhausen, 1) Georg, Historiker, * 1866; „Gesch. der dt. Kultur“. 2) Wilhelm, Maler, 1846–1924; dem Kreise Hans Thomas nahestehend; Motive aus dem ev. Hausleben.

Steinheil, Karl, Physiker; 1801–70; photogr. Objektive.

Steinholz, Kunstprodukt, das die wesentl. Merkmale u. Eigenschaften v. Holz u. Stein in sich vereinigt.

Steinhuder Meer, Moorsee in Schaumburg-Lippe, 32 qkm.

Steinigung, Tötung durch Steinwürfe, gesetzl. Strafe bei den alten Römern, Juden u. a.

Steinitz, Wilhelm, Schachspieler, 1837–1900.

Steinkern, Ausfüllung der bei der Verwesung vorweltl. Organismen entstand. Hohlräume.

Steinkind, v. einer Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter herrührende abgestorbene, von Kalksalzen durchsetzte Frucht.

Steinklee, Schmetterlingsblütler, 1 m, mit langen, lockern Blütentrauben, gelb oder weiß.

Steinkohle, Umwandlungsprodukt uralter pflanzl. Substanzen mit hohem Kohlenstoff- u. geringem Sauerstoff- u. Wasserstoffgehalt; älteste S. Anthrazit. S. ist die wichtigste Kraftquelle der Ind., Ausgangsstoff für Gewinnung von ↑ Teer u. für zahllose chem. Verb. (bes. Farben und Heilmittel), eine der bedeutendsten Welthandelswaren. ↑ Taf. Sp.9.

Steinkohlenformation ↑ Geologische Formation.

Steinkohlenpech, Rückstand von der Destillation des Steinkohlenteers; Asphaltersatz, zu Dachpappe, Ruß, Asphaltlack.

Steinkreise, vorgeschichtl. Setzungen (W-Europa, Mittelmeer), aus aufgerichteten Steinen, als Kreise, Ovale.

Steinle, Eduard v., Maler, 1810–86; verdient um Wiederbelebung der monumentalen Freskomalerei.

Steinlen, Théophile, schweiz. Maler u. Graphiker, 1859–1923, in Paris tätig; geistvoller Karikaturist, Plakatzeichner, Buchkünstler.

Steinmann, Gustav, Alpengeolog, Paläontolog, 1856–1929.

Steinmetz, Karl Friedr. v., 1796–1877; führte 1870 die 1. Armee (Spichern, Gravelotte).

Steinobst, Obst mit Steinfrüchten.

Steinöl = Erdöl.

Steinpilz, bis 20 cm breit, einer d. besten Speisepilze; ↑ Taf. Sp. 520.

Steinrück, Albert, Schauspieler, 1872–1929.

Steinsalz (Halit), Mineral, Chlornatrium, oft mit andern Salzen (↑ Abraumsalzen).

Steinthal, Heymann, Sprachforscher, 1823–99.

Bild: Steinverband. Märkischer Verband. Holländischer Verband. Schornsteinverband. Blockverband. Kreuzverband. Polnischer Verband.

Bild: Zweig der Stechpalme.

Bild: Stegozephalen: Archegosaurus.

Bild: Weißer Steinklee.

Bild: Rudolf Steiner.

Bild: Adam Stegerwald.

Bild: Eugen Steinach.

Empfohlene Zitierweise:
Meyers Blitz-Lexikon. Die Schnellauskunft für jedermann in Wort und Bild., Leipzig 1932, Spalten 617–618. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:LA2-Blitz-0363.jpg&oldid=2959265 (Version vom 1.12.2016)