Seite:LA2-Blitz-0372.jpg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.



Suleimân – Swasiland


Suleimân (Solimân) II. Kanunî, „der Gesetzgeber“, türk. Sultan, 1495–1566, regierte 1520–66, eroberte 1521 Belgrad, siegte 1526 bei Mohács und eroberte Ofen-Pest, belagerte 1529 vergeblich Wien, unterwarf 1533 Persien u. Bagdad, 1551 Tripolitanien, starb bei Belagerung v. Szigetvár. Er übernahm 1538 das Kalifat.

Suleimangebirge, auf der Grenze v. Belutschistan u. Brit.-Indien, 3440 m.

Sulfite, Schwefligsäuresalze; ↑ Schwefel.

Sulfonal, Schlafmittel (Schwefelverb.).

Sulky ↑ Trabrennen.

Sulla, Lucius Cornelius, röm. Aristokratenführer, 138–78 v. Chr.; stürzte die Volkspartei unter Marius in Rom, schuf eine aristokrat. Verfassung.

Sullivan, Sir Arthur Seymour, engl. Komp., 1842–1900; Ouvertüren, Oratorien, Operette („Der Mikado“).

Sully-Prudhomme, René François Armand, frz. lyr. Dichter, 1839–1907.

Sultan, Titel islam. Herrscher.

Sulu, Stamm der Kaffern (SO-Afrika).

Suluinseln, zw. Borneo u. Philippinen, 2719 qkm, 168 000 E, seit 1898 zu USA.

Sululand, Landschaft in N-Natal (S-Afrika).

Sulzbach, D., Saargebiet, 22 000 E; Kohle, Eisen.

Sülze, Mischung v. Gallerte u. Fleischstücken.

Sumach ↑ Schmack.

Sumatra, westliche der Gr. Sundainseln (zu Niederl.-Indien gehörig), 422 527 qkm, 6 Mill. E (meist Malaien; 19 000 Europäer). Im W Geb. mit tätigen Vulkanen (3800 m), im O Schwemmland. Klima trop. Reich an Mineralien: Gold, Silber, Kupfer, bes. Pechkohle. Trop. Nutzpflanzen: Gewürze, Kautschuk, Tabak, Kaffee.

Sumba, niederl.-ind. Sundainsel, südl von Flores, 11 082 qkm, 200 000 E.

Sumbawa, niederl.-ind. Sundainsel, 14 739 qkm, 150 000E.

Summa cum laude, mit höchstem Lob.

Summarisch, kurz zusammengefaßt, kurz u. bündig.

Summa summarum, alles in allem, im ganzen.

Sumpfdotterblume, Hahnenfußgewächs, 40 cm, dottergelb, auf nassen Wiesen.

Sumpfgas = Methan.

Sumpfzypresse, Nadelbaum aus N-Amerika, 40 m, Zierbaum an Teichrändern.

Sund, Meerenge zw. Kattegatt u. Ostsee, Seeland u. Schonen.

Sundainseln, ostind. Archipel zw. Chines. Meer und Ind. Ozean.

Sundar Singh (Sadhu S. S.), ind. Christ, * 1889, Missionar, bes. in Tibet.

Sundasee, zw. Celebes, Flores u. Sumbawa.

Sundastraße, Meerenge zw. Sumatra u. Java.

Sunderland, nordengl. Hafenst, 159 000 E.

Sündflut ↑ Sintflut.

Sundgau, das südl. Oberelsaß.

Sungari, Nbfl. d. Amur, NO-China (Mandschurei), 1840 km.

Sunniten, Anhänger der „Sunna“ („Ausspruch“, „Tat“) u. der ersten 4 Kalifen; Gegner: ↑ Schiiten.

Süntel, Teil d. Weserberglandes, links d. Weser.

Sun Yatsen, 1868–1925; 1911–12 provisor. Präs. Chinas, organisierte 1912 die ↑ Kuomintang.

Suomi, finn. Name d. Staates Finnland, auch d. finn. Sprache.

Supan, Alexand., Geogr., 1847–1920.

Superb, prächtig.

Superficies, Oberfläche; Gebäuderecht (Bau-, Platzrecht) des Superfiziars (Erbbauberechtigten).

Superintendent, der an der Spitze eines ev. Kirchenkreises stehende Geistliche.

Superiorität, Überlegenheit

Superkargo, Bevollmächtigter, der Schiffsladung nach Absatzhafen begleitet.

Superlativ, höchste Steigerungsstufe eines Eigenschaftsworts: „schönste“.

Supernumerar, „überzähliger“, nicht planmäßiger Beamter; Beamtenanwärter.

Superphosphat, aus Phosphorit, Knochen usw. durch Schwefelsäure gewonnenes Düngemittel.

Superstition, Aberglaube.

Suppé, Franz v., Operettenkomponist, Wien, 1819–95; „Die schöne Galathea“, „Fatinitza“, „Boccaccio“.

Supper, Auguste, schwäb. Dichterin, * 1867; Ged., Erz., Rom.: „Der Herrensohn“.

Supplement, Ergänzung, Nachtrag; bes. Nachtrag zu einem literar. Werk (S.band). S. eines Winkels: seine Ergänzung zu 180°.

Supplik, Bittgesuch. Supplikant, Bittsteller.

Supponieren, voraussetzen, unterstellen.

Support, Werkzeugschlitten an Arbeitsmaschinen.

Supposition, Unterschiebung; Annahme.

Suppositorien, leicht schmelzbare Fettzäpfchen mit Arzneien, zur Einführung in Mastdarm (Stuhlzäpfchen) u. Scheide.

Supranationalismus, Glaube an übernatürl. Offenbarung Gottes.

Supremat, der, Überordnung, bes. des Papstes über die Bischöfe; Suprematie, Oberherrschaft, Oberhoheit.

Surabaja, St., an d. N-Küste v. Java, 225 000 E; Haupthandelsplatz Niederl.-Indiens.

Surakarta, St. auf Java, 158 000 E.

Surat, brit. St., im westl. Vorderindien, 117 000 E; Baumwollind.

Sure, Kapitel des Korans.

Sureté, frz. Geheimpolizei.

Surinam = Niederländisch-Guayana.

Süring, Reinhard, Meteorolog, * 1866.

Surrealismus, Gestaltung der gesteigerten Wirklichkeit, mod. Richtung in Kunst u. Schrifttum, als Ablösung des Expressionismus v. Frankreich ausgegangen, hält sich an das Material des unbewußten u. hellsichtigen Seelenlebens, das mit übertreibender Präzision u. gegenständl. Exaktheit geformt wird.

Surrey, Henry Howard, Earl of, engl. Dichter, * um 1518, † 1547.

Surrogat, Ersatzmittel.

Surrogation, Ersatz.

Susa, 1) antike, heute zerstörte St. im südö. Mesopotamien; 2) ↑ Sousse.

Sušak, Vorst v. Fiume, 16 000 E; nach Abtretung v. Fiume an Italien wichtigster südslaw. Hafen mit starkem Holzexport.

Susanna, Jüdin in Babylon, im Bad überrascht v. lüsternen Alten.

Suso, dt. Mystiker, ↑ Seuse.

Suspekt, verdächtig.

Suspendieren, zeitweilig aufheben; zeitweilig v. Amt entheben.

Suspension, 1) vorläufige Dienstenthebung wegen Dienstverfehlungen; 2) Aufschwemmung eines fein zerteilten festen Stoffes in einer Flüssigkeit, in der er sich nicht löst.

Suspensiv, aufschiebend.

Suspensorium, beutelartige, mit Traggurt versehene Bandage z. Hochtragen der Hoden.

Susquehanna, Fl. in Pennsylvanien (USA), zur Chesapeakebai, 750 km.

Sueß, Eduard, österr. Geolog, 1831–1914; „Antlitz d. Erde“.

Süße Kartoffel = Batate.

Süßfutter, durch Pressen oder elektr. Behandlung v. grünen Futterpflanzen gewonnenes Viehfutter.

Süßholz, Hülsenfrüchtler, 2 m, im Mittelmeergebiet u. Vorderasien, mit süß schmeckenden Wurzeln, liefern Lakritzen.

Süßmilch, Joh. Peter, Statistik., 1707–67; bahnbrechend i. der Bevölkerungsstatistik.

Süß-Oppenheimer (Jüd Süß), Joseph, * um 1698, 1735 württembergischer Fin.-Rat, bedrückte die Untertanen, 1738 gehenkt.

Süßstoffe, künstl. Süßmittel (bes. Sacharin) mit höherer Süßkraft als Zucker ohne dessen Nährwert. Herstellung und Einfuhr nur mit Erlaubnis der Reichsregierung. Der Übergang von S. in den freien Verkehr unterliegt der S.steuer.

Süßwasserformation, Aufeinanderfolge von Ablagerungen aus Süßwasser.

Suter, Herm., Schweiz. Komponist, 1870–1926; Männerchöre, symphon. Dichtungen.

Sutra (Einzahl: das Sutram), ind. Werke (Regeln und Lehrsätze).

Su-tschou, ostchin. Vertragshafen, am Kaiserkanal, 500 000 E; Seidenind.

Suttner, Berta, Baronin v., 1843–1914; Pazifistin: „Die Waffen nieder“; Friedensnobelpreis 1905.

Suum cuique, „Jedem das Seine“.

Suworow, Alexander, Graf S.-Rimnikskij, Fürst Italijskij, russ. Feldherr, 1729–1800, siegte 1799 an d. Trebbia u. bei Novi über die Franzosen, wurde aber zum Rückzug gezwungen.

Suzeränität, Oberlehnsherrschaft, Recht eines Staates, einen andern Staat in best. völkerrechtl. Beziehungen zu vertreten u. von ihm Heeres- u. Geldleistungen zu fordern.

Sveaborg (seit 1918 Suomenlinna, „Finnlandsburg“), finn. Inselfestung vor Helsingfors.

Svealand, der mittlere der 3 Hauptteile Schwedens.

Svedberg, Theo, schwed. Chemiker, * 1884; Kolloidchemie.

Svehla, Antonin, * 1873; Führer der tschech. Agrarpartei, 1922–30 Min.-Präs.

Svendsen, Johann, norw. Komponist, 1840–1911; Orchester-, Kammermusikwerke.

Sverdrup, Otto, norw. Polarforscher, 1854–1931.

Sverige, Schweden.

Svinhufvud, Per Evind v., * 1861; 1917–18 Präs. der finn. Regierung, seit 1931 finn. Reichspräs.

Swakopmund, Hafenst., SW-Afrika, 2000 Weiße.

Swammerdam, Jan, niederl. Naturforscher, 1637–80; Erforscher der Insektenanatomie u. -systematik.

Swamps, Sümpfe im östl. Nordamerika.

Swansea, St., im südl. Wales, 158 000 E; Kupferind.

Swantewit, altslaw. Kriegs- u. Sonnengott, bes. auf Rügen verehrt.

Swaraj, die ind. Unabhängigkeitsbewegung gegen die engl. Herrschaft.

Swasiland,

Bild: Sumatra: Gemeinschaftshäuser in einem Battakdorf.

Empfohlene Zitierweise:
Meyers Blitz-Lexikon. Die Schnellauskunft für jedermann in Wort und Bild., Leipzig 1932, Spalten 635–636. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:LA2-Blitz-0372.jpg&oldid=2963850 (Version vom 13.12.2016)