Seite:Lebensgeschichte Maximilian Münchs, regulirten Chorherrn im Collegiatstifte Rebdorf.pdf/4

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jetzt den größten Theil des Tages zu, suchte seine Kenntnisse durch Umgang und Briefwechsel mit gelehrten Männern zu erweitern, und legte endlich selbst Hand an litterarische, und historische Arbeiten, deren Anzeige unten folgen soll. Unter diesen seinen Freunden sind vorzüglich zu bemerken der Kurmainzische und Eichstädtische wirkliche Herr Geheime Rath Boller in Eichstädt, welcher selbst im juristischen und historischen Fache eine zahlreiche und ausgesuchte Bibliothek besitzt, und dessen Umgang für ihn höchst lehrreich war, und Herr Probst Franz zu Polling, der ihn seines Briefwechsels würdigte, und ihm durch seine ausgebreitete Gelehrsamkeit sehr nützlich wurde.

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Aus der Mitte dieser für ihn so reizvollen Beschäfftigungen riß ihn ein seiner Neigung ganz widerstehender Auftrag. Er mußte Beichtvater der Chorfrauen in Marienburg werden, weil man seinen Charakter ganz besonders dazu geschickt hielt, dieses Amt zu führen. Sieben Jahre blieb er daselbst, und wenn sich auch, welches in einer Versammlung von 24 Klosterfrauen gar leicht geschehen konnte, kleine Zwistigkeiten entspinnen wollten, so versüßte ihm diese Unannehmlichkeiten