Seite:Letzte Stunden, Tod und Begräbniß des hochwürdigen Herrn Pfarrers Wilhelm Löhe.pdf/14

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sein theologisches Studium zu vollenden. Im October 1830 bestand er die theologische Aufnahmsprüfung zu Ansbach.

 Von nun begann seine geistliche Wanderschaft im Amt und Dienst seines HErrn. Vom October 1830 bis Mai 1831 half er in Unterleinleiter aus und am 29. Juni 1831 wurde er als Vicar des Pfarrers Ebert in Fürth bestätigt, dem er in dieser Stellung bis zum 9. October 1831 diente. Ordinirt wurde er am Tage St. Jacobi des Älteren, den 25. Juli 1831. Am 24. October 1831 trat er als Vikar bei dem ersten Pfarrer zu Kirchenlamitz, Sommer, ein, in welcher Stellung er bis zum 1. März 1834 verblieb, an welchem Tage er wider den Willen seines Pfarrers und der Gemeinde von dort weggeschickt wurde. Die Zeit, in der er dort mit jugendlicher Kraft und Eifer wirkte, hat er gern als die Blütezeit seines Lebens bezeichnet.

 Am 5. Juni 1834 wurde er als Vicar und am 14. Juli darauf als Verweser bei St. Ägydien in Nürnberg bestätigt, welche Stelle er bis zum 18. August 1835 bekleidete, so jedoch, daß er vom 18. April 1835 an auch bei der Verwesung der Pfarrei Behringersdorf aushalf. Im gleichen Jahre 1835 bestand er vom 3. bis 8. August die Anstellungsprüfung zu Ansbach. Vom September 1835 bis April 1836 war er Verweser in Altdorf und vom 19. April 1836 an verwaltete er die Verwesung der Pfarrei Bertholsdorf. In Merkendorf endlich, wo er die erste Hälfte des Jahres 1837 als Verweser zubrachte, endete seine geistliche Wanderschaft. Am 16. Dezember 1836 wurde er durch Rescript des Freiherrn von Eyb für die Pfarrstelle in Neuendettelsau präsentirt, am 18. März 1837 bestätigt und am 26. August 1837 installirt.

 Am Tage St. Jacobi, den 25. Juli 1837, wurde er getraut mit seiner bereits am 24. November 1843 ihm durch den Tod wieder entrissenen Gattin Helene geb. Andreä-Hebenstreit aus Frankfurt, aus welcher Ehe vier Kinder hervorgiengen, von denen eins verstarb, drei aber noch leben.

 Im Juli 1840 machte er den Anfang zum Werke der amerikanischen Mission.

 1849 stellte er den bekannten Antrag an die Generalsynode „die Wahrung des Bekenntnisses und Einführung desselben in seine Rechte betreffend“. Dies war der Anfang der durch ihn hervorgerufenen kirchlichen Bewegung in Baiern.

 Im gleichen Jahre 1849 gründete er die Gesellschaft für innere Mission.

 Am 27. Februar 1854 stiftete er den Verein für weibliche Diaconie.

 Am 23. Juni 1854 legte er den Grundstein des Diakonissenhauses.

 Am 20. August 1858 wurde der Grund des Betsals gelegt.

 Am 28. Mai 1862 weihte er das Öconomiegebäude ein, am 9. Juni 1862 das Leichenhaus, am 6. Dezember 1862 das Rettungshaus.