Seite:Liederbuch des Gau 19 Rostock des Deutschen Radfahrer-Bundes 1900.pdf/11

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Nr. 5. Der erste Ausflug.
Mel.: Studio auf einer Reis'.

1. Hat der Winter ausregirt, juchheidi, juchheida, – Frühlingslust das Scepter führt, juchheidi, heida. – Wird in schöner Morgenpracht eine Dauerfahrt gemacht. – :,: Juchheidi, heidi, heida, juchheidi, juchheida. :,:

2. Dreirad, Tandem, Safety, juchheidi etc. – Wie das Wetter laufen sie; juchheidi etc. – Doch dem Mädchen thut vor allen nur das blanke Rad gefallen. – :,: Juchheidi etc. :,:

3. Vorne fährt der Kommandeur, juchheidi etc. – Ach sein Amt ist oft recht schwer, juchheidi etc. – Denn Kommando und Statut hemmet sehr den frischen Muth. – :,: Juchheidi etc. :,:

4. Fehlt einmal das Gleichgewicht, juchheidi etc. – Radler purzelt, schad’ ihm nicht – juchheidi etc. – Ist das Rad nur heil geblieben, frisch wird wieder aufgestiegen. – :,: Juchheidi etc. :,:

5. Doch Jupiter-Pluvius, juchheidi etc. – Machet machem viel Verdruß, juchheidi etc. – Denn ’ne Fahrt durch Dreck und Lehm, ist fürwahr nicht sehr bequem. – :,: Juchheidi etc. :,:

6. Wird zu Wasser das Plaisir, juchheidi etc. – In die Kneipe ziehen wir: juchheidi etc. – „Wirthin gieb uns Wein zum Trank, denn das Wasser macht uns krank.” – :,: Juchheidi etc. :,:

7. Und bis zuletzt sind wir fidel, juchheidi etc. – Das stärkt das Herz und freut die Seel’: juchheidi etc. – Bei gutem Wein und frisch’ Gesicht, das paßt fürwahr kei’m Teufel nicht. – :,: Juchheidi etc. :,:

Dichter unbekannt.     
Nr. 6. Radler heraus!
Mel.: Burschen heraus.

1. Radler heraus! Lasset es schallen von Haus zu Haus! – Wenn der Lerche Silberschlag grüßt des Maien ersten Tag, – Dann heraus, nicht lang’ gezagt, frisch auf’s schnelle Rad gewagt! Radler heraus!

2. Radler heraus! Lasset es schallen von Haus zu Haus! – Frisch geschmückt sind Wald und Feld, froh durcheilen wir die Welt – Manches schöne Augenpaar folgt der muntern Radlerschaar! Radler heraus!

3. Radler heraus! Lasset es schallen von Haus zu Haus! – Ob es gilt, bei Festesschein sich dem schönen Sport zu weih’n, – Oder auf der Rennbahn heiß, ringen um des Kampfes Preis! Radler heraus!

Dichter unbekannt.